Tja, und nun melde ich mich mal wieder. Hat aber nicht nur den Grund, dass ein paar Probleme aufgetaucht sind, sondern auch, dass endlich mal wieder Strom da ist und ich die Zeit habe ins Inet zu gehen.

Meine letzten Tage waren sehr schoen, ich war zweimal bei einer Schamanin, aber einer anderen als damals. Dazu sind hier viele tolle Menschen, erstaunlich viele aus Deutschland momentan. Dazu lese ich viel und unteralte mich. Endlich so richtig Ferien.

Leider hab ich mir ne Erkaeltung eingefangen, da es nochmal kaelter geworden ist und man sich halt nie richtig aufwaermen kann. Nunja, in ein zwei Tagen sollte es mir wieder besser gehen. Dazu ist allerdings meine Krditkarte gerade nich auffindbar und das ist nun wirklich ein Problem. Sonntag  kann ich bei einer Bank nachfragen, ob ich die in ihrem Automaten hab stecken lassen und wenn nicht – naja, ich  werd mir schon helfen.^^

Soweit so gut. =)

Juhei meine Freunde. Es war eine beschwerliche Reise un eigentlich wollte ich ja noch ein bisschen auf Tour bleiben, abernun bin ich doch schon in Kathmandu. Und es ist ja sooooo schoen!

Ich war dann ja auf der Suche nach einem Shop, der mir ein Ticket verkaufen koennte. Hb ich nicht gefunden, aber 3 ca zehnjaehrige Jungs haben mich netterweise zum Buspark gebracht und nda konnte ih ein Ticket kaufen, fuer den Bus um 6 Uhr. Da war es gerade 1 Uhr^^ Naja, aber warten bin ich ja gewohnt. Also wartete ich. Wenigstens in einem ueberdachten Ding, da war wenigstens Schatten und die Luft nicht ganz so heiss.

Mein Bus fuhr also um 6 ab und sollte theoretisch 12 Stunden brauchen. Sogar Essen war inklusive, das gabs ca gegen halb 11. Sehr sehr lecker. Leider hab ich nicht viel geschlafen, da das Fenster links vorn von mir nicht hielt und immer wieder aufging. Ich war also meh damit beschaeftigt, das immerwieder zuumachen… Aber um 7 kam ich endlich an. So schoen, bekannte Strassen! Eigentlich wollte Subir mich abholen, aber der hats mitm Magen. Also umgeplant. Zuerst in mein altes Wohnviertel einen Chiya bei meiner Lieblings-Local-Garkuechen-Familie trinken. Und was muss ich da sehen? Deren Shop ist nicht mehr da?! Aber nur kurz gewundert, denn ich begenete der Frau dann auf der Strasse und sie zeigte mir deren neues restaurant, denn sie sind umgezogen. Erst vor einem Monat und das neue Ding ist riesig! Also m Vergleich zu vorher. und modern! Es hat echte Waende und Tische und Stuehle und kein Wellblech mehr! Und meinen Chiya hab ich sogarumsonst bekommen :D Und Krishna, deren Sohn, ist so gross geworden! Hach, war das schoen. Dann bin ich noch zu unserem ehemaligen Haus, dem Red Palace Of Khusibu gelaufen, hab ein paar Shopbesitzern Hallo gesagt und die Wurst, meine Lieblingshuendin begruesst. <3
Dann bin ich zu Chhetrapati hochgelaufen und wollte mir ein Fahrrad ausleihen. Leider hatte der Shopbesitzer keine indischen Raeder mehr, weil die kaum einer haben will. Musste also ein Mountainbike nehmen, aber ich hab noch nen bequemeren Sattel und nen Gepaecktrager bekommen und nun bin ich zufrieden. Damit und mit meinem Treckingrucksack und meiner normalen Umhaengetasche hab ich gleich eine Runde um den rastnapark gedreht, scheint mal wieder irgendwas loszusein, zumindest war eien Seite gesperrt. Und kaum fahre ich zu meinen Ziel, der Freak Street rein, begegne ich Hanu! Was ein Spass! Also erstmal einen Tee trinken, dann besorgt er mir ein Zimmer in den Guesthouse, in das ich eh wollte und ich kann ertmal duschen. Und jetzt kommt das absolute Highlight: heisses Wasser! Echt jetzt! War das geil. Seife, Shampoo und heisses Wasser. Und dann auch noch ein Zimmer, was sogar recht sauber ist. Dann noch Kortison und mir gehts guuuuuut! :D

Dann hab ich mich raus ins Organic Cafe gesetzt und wem begegne ich da? Anttu, einer Finnin, die ich shon von frueher kenne. Herrlich. Es ist echt schoen, wieder hier zu sein. Ausserdem sind die Temperaturen hier echt angenehm. Fast ein bisschen kalt im Schatten fuer nur Kurta.

Und gleich treffe ich John. 3 tolle Menschen an einem Tag.

Kathmandu, du bist so schoen! (Nepalganj ist ja mal eine so haessliche und dreckige Stadt…)

 

Ganz toll. Bin gestern extra frueh aufgestnden und stand mit Sack und Pack um 8 unten um einen Bus nach Nepalganj zu nehmen um noch vor Einbruh der Dunkelheit anzukommen, sind schliesslich 200 km. Dadoeng – der us faehrt nur eimal am Tag und das 5 Uhr Nachmittags. Also der Mensch meinte 5 Uhr, ich hoffte jetzt mal stark auf Nachmittag.

Also wartete ich. Und wartete. 9 Stunden.

Nachdem dann der Bus, in dem ich sass, doch nicht losfuhr, waru auch immer, musste ich in enen anderem umsteigen. Ein Glueck wurde mein Rucksack gleich aufs andere Dach verladen. Nunja, dieser zweite Bus war natuerlich schon ueberfuellt, und gerade stehen konnte ich in dem auch nicht. Juhei, 7 Stunden Fahrt im Stehen! So kams dann doch nicht, ein netter Nepali bot mir seine n PLatz an und da sagt man ja nicht nein. Ganz hinten, wo 5 Leute hinpassen, sassen wir dann also zu sechst. Ich muss mal ne Zeichnung machen, wie ich da dasass. Ein Glueck stiegen nach 3 Stunden viele aus, so dass ich dann mehr Platz bekam. Trotzem kamen wir dann um 23 Uhr irgendwo im nirgendwo an und der Busjunge meinte zu mir “bus change”. Aehm, okaz, es dunkel. Hier sind mit mir noch 4 andere Menschen und jetzt? Nicht, dass da ein anderer Bus war. Naja, da stellt man sich also an die Strase und wartet, das irgendwas vorbeigefahren koommt, was einen mitnimmt. Das dritte Fahrzeug, ne Art Jeep, nahm uns dann auch mit und brachte uns alle nach Nepalganj. Da kamen wir dann , alle anderen wussten natuelich wohin mit sich und ich, naja stand da. Jeep weg, Hotel verschlossen und Strasenhunde. Da sass aber noch ein Polizist rum, der zeigte mir dann noch ein Guesthouse, was zwar auch schon zu war, aber nach 3 Minuten Hundeblick machte der Besitzer das Rolltor doch nochmal fuer mich hoch. Wenigstens ein Bett fuer die Nacht.

Un heute morgen werde ich aus dem Bett geklopft, kriege aber netterweise Essen, shaffe nicht mal die Haelfte und stellte dann fest, dass mein Geld wohl kaum noch bis Kathmandu reichen wird. Also ATM suchen, schwitzen wie sonstwas, erster ATM zu, zweiter kaputt, dritter funktioniert. So, jetzt hab ich schonmal Geld. Nun ne Travelagency finden und Busticket nach Kathmandu buchen. Yay, kein Shop weit und breit zu sehen. Doch, nach ca 1 kmlaufen in der Hitze. Noe, wir verkaufen nur Flugtickets. Ja, nee, Sorry, 158 Dollar hab ich nun nicht so locker. Dann sah ich dieses Cybercafe. Und da bin ich nun. Gleich mach ich mich weiter auf die Suche. Will endlich in KTM ankommen. War zwar anders geplant, abe egal. Da ist naemlic John. Und da sind Menschen, die ich kenne. Und die Stadt kenne ich. Und da gibts saubere Hotels mit warmem Wasser.

Einsicht ist er erste Schritt zur Besserung, ne?
Lesons Learned:
Laura, deine Haut macht halt nicht alles mit. Akzeptiere es.
Die naechste Reise wird mit noch jemandem gemacht, dann muss man nicht immer alles allein machen. Ist dann einfach entspannter.
Und die naechste Reise wird mit einem grosseren Budget und besseren Hotels gemacht.

Erinnert mich wer daran, wnn ich mal ieder weg will? Danke.

So, ich mach mich jetzt auf den Weg irgendwie ein Busticket zu kriegen. Die Fahrt durfte so 16 Stunden oder so dauern. Mal sehen.

Ja, den haben wir heute.

Meine Fresse, schon eine Woche. Ich moechte kurz erwaehnen, dass es mir mit meiner haut beschissen geht. So, dann waer das auch mal gesagt. Kann sein, dass ich meine Plaene aendere und nicht mehr nach Cherrapunji fahre, was mich wirklich ankotzt.  So, Ende mit dem negativen Zeug.

Ich bin hier ja direkt zu Sivaratri angekommen, ich denke, dass deshalb die Nepalis (aufgrund des Alkohols) besonders “offen” waren. “Do you want to involve with me?” oder “I’ll show you the really nepali Nepali!” oder 22:30 ein Klopfen an meiner Tuer und der Kerl kommt einfach mal in mein Zimmer rein und nunja. Ich bat ihn wieder hinaus. Schieben wirs auf den Alkohol. Naja, gestern Abend hab ich dem Herrn dann erzaehlt, dass ich verheiratet bin und dann hat auch noch netterweise Luise angerufen :D Uebrigens ist aktuell Max mein Ehemann^^

Gestern bin ich dann nur noch zum Schneider und hab den Stoff abgegeben und werde die fertige Kurta gleich abholen. Ausserdem hab ich noch zum ersten Mal Dhaal Bhat gegessen, lecker! Aber sauscharf… Hab, glaub ich, nen ganzen Liter Wasser dazu getrunken…

Heute war ich dann schon beim Arzt um mir mehr Cortisoncreme zu holen. Habe sogar noch Tabletten gegen den Juckreiz bekommen. Und dann wollte ich heute in den Naionalpark. Mit Fahrrad. Irgendwie wollte mir keiner der Fahrradshops hier ein Rad fuer nur einen Tag geben… Aber der Mensch von meinem Guesthouse war dann so nett, und hat mir einfach seins gegeben! :D Der Nationalpark an sich ist recht unspektakulaer, der Weg dahin uebers Land und durch die Felder vorbei an Bueffeln und kleinen Haeusern ist viel schoener. Ausserdem kam ich nicht sehr tief in den Park rein, da mich irgendwann die Waechter entdeckten und mich wieder auf den Aussenrumlauf-Weg befoerderten, da ich ja drinnen Elefanten begegnen koennte. Aehm ja, das will ich doch? Naja, nix mit Elefanten also, nur eine kleine Wildschweinfamilie.

Und jetzt bin ich wieder hier. Morgen frueh gehts nach Nepalganj. Das ist zumindest der Plan.

Heyho nach Hause!

Es war eine abenteuerliche Reise bisher.

Kleine Anmerkungen:
1) Ich werde keine Bilder hochladen koennen, denn ich bezweifle, dass ich hier PCs mit SD-Karten-Leser finde.
2)Fuer falsche oder fehlende Buchstaben ein kleines sorry, ihr wollt nicht auf diesen Tastaturen hier tippen ;)
3) Wundert euch nicht, wenn Blgartikel vorzeitig enden – loadshedding gibt auch hier in den kleineren Staedten von Nepal.

Tag 1 – okay, nur der Flug

Maika und Sindy hatten mich noch zum Flughafen gebracht und schon war ich auf dem Weg. Ich kann es uebrigens nur jedem empfehlen mir erstens Turkish Airlines und zweitens ueber Instanbul zu fliegen, denn der Flughafen ist voll schoen (vier verschiedene Bodenbelaege!) und es gibt sehr leckeres Essen.
Planmaessig sollte ich um 04:00 Freitag landen, wirklich raus aus dem Flughafen war ich aber erst um 05:00. Da ich ja noch nicht wusste wohin mit mir und mein Bus nach Amritsar erst abends ging, hab ich mal den Deutschen hinter mir im Flieger gefragt,ob es denn am Fluhafen gleich eine Metrostation gaebe. Gab es zwar, aber der Herr (Igor, Bauingenieur, lebt seit 2010 sehr viel in Delhi) wollte mich dann nicht allein ins naechtliche Delhi lassen (ich haette ja noch gewartet, bis hell wuerde), und so nahm er mich in seinem Auto mit und besorgte mir ein fuer meine Verhaeltnisse eher teures Guesthouse. Naja, fuer ungefaehr 16 Euro konnte ich also neben Maesekoetteln duschen und schlafen.

Tag 2

Da ich netterweise erst 16:00 auschecken musste, nutzte ich das auch aus und schlief bis 15:00. Mit der Auto-Riksha zur nachsten Metrostation ud von dort aus zum Connought Place, dem einzigen Platz in Delhi, den ich noch einigermassen kannte.  Zur Sicherheit hab ich dann erstmal bei McDonalds gegessen, wollte meine Magen und Darm nicht gleich ueberfordern und hatte schliesslich eine naechtliche Busfahrt ohne Klo vor mir. Mc Spicy Paneer Wrap mit Pommes und Cola gabs. Naja… Nachdem, ich mir noch ein Buch gekauft hatte, lies ich mich von dem netten Sikh Bobi zum Red Fort abfahren, denn da sollte in 3 Stunden mein Bus anfahren und ich hatte nichts besseres vor.. Bobi war ein netter Kerl und gab sich sehr viel Muehe den genau richtigen Platz fuer mich zu finden. :)  Nach 3 Stunden Warterei also kam endlich mein Bus und mir wurde meine Schlafkoje zugewiesen. Das Kopfteil knarrzte sehr laut, unter meinem Polster lag eine Metallstange und der Bus war natuerlich nicht geheizt. Ich sag euch, die Naechte sind grad noch einfach nur arschkalt! Was waren das, 5 Grad?  Ich habe zumindest gefroren. Sehr. Konnte aber ein bisschen schlafen. Dank 2 Pullovern und geklauter Flugzeugdecke.

Tag 3

Um 9:00 anstatt geplant 06:40 erreichte der Bus Amritsar. Auf dem Weg dahin fuhren wir an Autohaeusern von Mercedes, VW, Hyundai und Skoda vorbei. Irgendwie strange. Beim Aussteigen bemerkte ich ein weisses Madel und fragte sie, ob wir vllt zusammen zum goldenen Tempel gehen wollen, falls die auch hin will. Es stellte sich heraus, dass sie, Lisa, mit Leo unterwegs war und die beiden deutsche Freiwillige in Delhi sind. Wie schoen! Wir machten uns also zu dritt auf die Suche nach dem goldenen Tempel und fanden auch die kostenlose Unterkunft. Sachen abgestellt und frisch geduscht gings nun Tempel-gucken, kostenloses Pilgeressen-verzehren und die Stimmung geniessen. Nachdem wir noch ein bisscen durch die Stadt geschlendert waren (und ich mir meinen Heiratsring gekauft hatte) nahmen wir uns ein shared-taxi zur indisch-pakistanischen Grenze um uns das tagtaegliche Spektakel dort anzusehen. Der Taxifahrer versicherte mir hoch und heilig, dass wir um 18:30 wieder zurueck sein wuerden und ich meinen Zug nach Moradabad um 18:45 kriegen sollte. Das wurde natuerlich knapper als knapp, um 18:47 erreichten wir in den Bahnhof und ich schaffte es tatsaechlich noch, in den schon anfahrenden Zug hineinzuspringen. Ha! Die ueberpatriotische Show an der Grenze war uebrigens sehr lustig, ich musste sehr viel lachen. Googelt das mal, wenn ihr Spass haben wollt!

Tag 4

Nach einer mal wieder recht kalten Nacht im Zug kam ich um 05:00 in Moradabad an. Keine sehr symphatische Stadt. Naja, nach 2 Chais zum Aufwaermen klapperten auch endlich meine Zaehne nicht mehr und ich machte mich – noch im Dunekln – auf die Suche, nach einem Laden, der mir ein Busticket Richtung nepalesische Grenze verkaufen konnte. Ich wurde aber nicht fuendig und so studierte ich nochmal meine paar Reisefuehrerkopien, die ich mitgenommen hatte. War auch keine wirklich passende dabei. Also wollte ich erstmal warten, bis es es hell wuerde um mich dann durchzufragen. Dazu kam es aber nicht mehr, Mayank sprach mich an. Inder (was eine Ueberraschung xD), 27, arbeitet in Delhi und fragte mich, ob er mir helfen koenne. Nach einer etwas laengeren Diskussion inklusive Chai und Omelette entschieden wir, dass ich erstmal mit ihm zu seinen Eltern fahren und er mich spaeter bis zur Grenze bringen wuerde. Gesagt getan. Nach ca 2 Stunden Busfahrt kamen wir also bei seiner Familie an, wurden natuerlich erstmal von seiner Mama verkoestigt und ich konnte  ein Bad nehmen. Fuer alle, die Indien noch nicht kennen: Ich rede nicht von einer Badewanne sondernvon einem Eimer mit warmen Wasser. Das war schoen! Spaeter entschieden wir, dass wir es wohl an diese tg ncht mehr bis zur Grenze schaffen wuerden, zumindest nicht so, dass die Bueros, bei denen ich mich ein und ausstempeln lassen muss, noch offen haetten. Also wollten wir bis Tanakpur, um dort in einem Guesthouse zu uebernachten und am naechsten Morgen zur Grenze zu fahren. Es kam allerdings eine Stunde lang kein passender Bus vorbei, also nahmen wir lieber einen nach Kashipur um dann dort wieder umzusteigen. In Kashipur warteten wir wieder eine Stunde bis ein bus nach Tanakpur kam, der war allerdings brechend voll. Also wirklich wirklich voll. 5 Stunden stehen? War mir egal, ich wollte nur weiter, was weiss ich, wann der naechste Bus kommen wuerde? Und dieser hier hatte schon anderthalbstunden Verspaetung gehabt. Also bin ich da rein und hab mich daher schnell mal von Mayank getrannt. Tu mir ja echt leid, aber… Naja. Auf dem Weg nach Tanakpur begegneten wir uebrigens einer Menge (ich rede von hunderten) Pilgern, die alle mit grossen bunten Dingern, die sie auf ihren Schultern trugen, bis zu 200 km zu einem besonderen Tempel pilgerten. Da am Tag darauf Shivaratri war, muss es wohl deshalb gewesen sein. In Tanakpur kam ich dann irgendwann gegen 20:00 an. Hab mal wieder nur ein teures Guesthouse gefunden, naja, die haben halt oft nur Doppelzimmer. Aber nach 2 Naechten nacheinander in Zuegen und Bussen war so ein bett, egal zu welchem Preis, wuuuuunderbar.

Tag 5

Um 9 aufgestanden – um 10 ausgecheckt – um 11 im Bus nach Banbasa. von dort aus mit der Fahrradriksha bis zur Grenze. Und nebenbei ein Hoch auf meine Outdoorkamera, die ist mir aus der Riksha gefallen und funktioniert immernoch praechtig :D Ja, so ein Teil ist das Richtige fuer Laura ;)
Das Grenz-Stempel-Ausfuell-Gehabe ist hier seeehr angenehm, hier kommen anscheinend sehr selten Weisse vorbei. Sowieso, seit Moradabad war ich eine wirkliche Attraktion. Aber es ist schoen, wieder in Nepal zu sein. Endlich kann ich mich einigermassen verstaendigen. Hab mir auch gleich nen ordentlichen Sonnenbrand zugezogen… Mein Zmmer hier im Guesthouse ist aber super, ganz oben, also an der Dachterasse. Nachdem ich das Zimmer dann erstmal gefagt und meine Klamotten und mich gewaschen hatte, gings auch gleich besser. Hatte mich sogar noch auf die Suche nach einem CyberCafe gemacht, aber dann war bald loadshedding….

Tag 6

Erstmal ordentlich ausgeschlafen. Und dann auf den Weg gemacht um 1. eine neue Kurta zu kaufen (ich brauch was mit langen Aermeln), 2. Sonnencreme zu kaufen und 3. ins Internet zu gehen und endlich ein paar Mails und diesen Blogeintrag zu schreiben.

Ich werde noch 2 weitere Naechte hierbleiben und mich dann auf den Weg in die naechste Stadt machen. Bis die Tage!

Ich mach mich mal wieder auf die Socken nach Indien / Nepal und werde daher auch wieder diesen Blog weiterführen. sonst vergess ich ja so viel ;)

Die Route diesmal: New Delhi, Amritsar, Moradabad, Mahendranagar, ganz viel Terai, Lumbini, Kathmandu, Guwahati, Shillong, Cherrapunji, Guwahati, New Delhi.

Heute um 11:40 geht mein Flug von Tegel erst nach Istanbul und dann weiter nach New Delhi.

Bis die Tage!

Es ist komischer und gleichzeitig einfacher als ich dachte. Alles ist so vertraut und trotzdem so ungewohnt. Man hat Platz, alles ist so ruhig. Ich weiß gar nicht, wie und was ich euch alles beschreiben soll. Wenn ich überhaupt noch so viel schreiben kann, denn ich Napal fühlte ich mich weit genug weg, so dass LeserInnen kaum auf direktes Umfeld oder Menschen um mich herum schließen konnten. Diese Zeit ist jetzt vorbei, ich bin wieder in Deutschland, in deutschen Städten, mit Menschen, die einige BlogleserInnen vielleicht kennen.

So viel kann ich sagen. Ich befinde mich noch nicht zuhause bei meiner Familie, noch bin ich in Mittel- bis Süddeutschland und besuche einige wundervolle Menschen. Wahrscheinlich ist es auch deshalb noch komischer und schwerer für mich gerade, denn ich bin mir nicht ganz sicher, ob das die richtige Entscheidung war. Aber im Endeffekt hab ich mich so entschieden, es bot sich an (da mein Flieger ja in Frankfurt landete) und eigentlich ist das grad auch sehr schön. Im Laufe der nächsten Woche fahre ich nach Hause und das wird nochmal schöner.

Trotzdem muss ich jetzt mal auf die ganz trivalen Dinge zu sprechen kommen, die mir hier Freude bereiten. Heißes und kaltes Wasser zu jeder Tageszeit und ohne Ende aus dem Hahn, rohes Gemüse, Brötchen, die Matratze, der Platz, die Ruhe, öffentliche Verkehrsmittel, H-Milch (ohne Abkochen), mein geliebter RioDoro Osaft.

Was ich noch verwirrend finde: Der Straßenverkehr, denn es herrscht Rechtsverkehr, alles fährt schneller und total übervorsichtig^^ Manchmal hab ich mich tatsächlich gefragt “Hey, warum halten wir an, da hätten wir doch noch locker durchgepasst!” Nunja, ist eh alles Gewöhnungssache.

Das Jahr ist zuende. Was hat es mir gebracht? Was hat es Nepal gebracht.?

Ich komme nach Hause, mit einer sehr negativen Einstellung gegenüber Entwicklungshilfe. Entwicklung, wenn man es denn so nennen kann (denn wir schätzen uns höher entwickelt ein, als sogenannte Entwicklungsländer) kann und muss nur von innen kommen. Nur wenn Menschen ihren Lebensraum und ihre Lebensbedingungen selber verändern oder verbessern wollen, kann sich auch etwas ändern. Menschen etwas aufzuzwingen, was sie nicht brauchen und mit dem sie nicht umgehen können, kann nichts Positives bewirken. Natürlich müssen Industrieländer die Verantwortung für einige von ihenen ausgelöste, negative Entwicklungen übernehmen und helfen (das durch Plastik verursachte Müllproblem oder das durch motorisierte Fahrzeuge verursachte Smogproblem). Trotzdem ist die meiner Meinung nach einzige nachhaltige und gute Entwicklungshilfe Bildung und Hilfe zur Selbsthilfe! Keine Gelder! Wenn die Menschen von Möglichkeiten erfahren, wie es in anderen Ländern zugeht, wie diese Probleme dort gelöst werden, wenn sie Bildung über Hygiene und mehr erhalten, dann können sie selbstständig herausfinden, inwiefern diese Dinge in ihrem Land umsetzbar sind und inwiefern sie das überhaupt wollen!

Zu Freiwilligenarbeit: Für die Freiwilligen ist es sicher schön und lehrreich. Trotzdem nehmen Freiwillige immer Arbeitsplätze weg. Ein negativer Punkt. Weiterhin sind die Organisationen, in denen sie arbeiten, nicht immer gut ausgewählt, es gibt oftmals keine Arbeit, sie werden als Finanzierungshilfen missbraucht oder das gesamte Konzept einer Organsisation basiert auf ihnen. Es gibt natürlich auch gute Organisationen, bei denen die Freiwilligen wirklich gebraucht werden, etwas zu tun haben, als Menschen, und nicht als Geldmaschinen angesehen werden und bei denen alles klappt, dass will ich gar nicht abstreiten.
Das weltwärts mehr ein Lehrdienst als wirklich ein Hilfsdienst ist, ist meiner Meinung nach sehr gut. Auch wenn man das erst später mitkriegt. Man geht nicht wirklich in Entwicklungsländer um zu helfen, die Welt zu verbessern oder sonstiges. Man geht dorthin um zu lernen.

Was nehme ich mit? So viel. Eindrücke eines Landes, einer Kultur und von Menschen, die ich nicht beschreiben kann, will und brauche. Die wirkliche bewusste Erkenntniss, dass Menschen völlig anders als ich leben können. Die weitere Erkenntnis, dass es wirklich ok ist, wenn ich für mich nicht so leben will! Das es im Leben um anderes als Entwicklung, Geld oder Materielles geht, auch wenn dies bei mir immer noch einen großen Teil einnimmt.

Was nimmt Nepal von mir mit? Es wissen jetzt mehr Kinder und Menschen, dass andere Leute auch ganz normal sind. Einige haben möglicherweise mal darüber nachgedacht, dass Hitler doch nicht so grandios war, wie der Großteil der Nepalis denkt. Einige sind wahrscheinlich einer anderen, der westlichen Kultur nähergekommen, andere sind ihrer alten Kultur wieder nähergekommen.

Es war ein Jahr des Austausches. und ich habe für mich gelernt, dass ich vieles, an der nepalesichen Kultur schätze, aber auch einiges so gar nicht. Ich bin meiner eigenen Kultur wieder nähergekommen. Das Jahr ist in viele Punkten anders verlaufen, als ich es geplant hatte. Ist es deshalb schlecht verlaufen? Nein, auch so war es gut! Einige gehen aus so einem Jahr als Menschen heraus, die mehr in dem Gastland leben, als in ihrem Heimatland. Andere brechen den Dienst ab, weil sie es nicht packen, Probleme kriegen oder nicht damit zurechtkommen. Andere lernen ihre eigene Kultur schätzen, nehmen aber auch Dinge aus dem Gastland mit. Man kann nicht sagen, was davon das Beste ist. Jeder lernt für sich selbst.

Und solang man nach einem Jahr nicht mehr genauso ist, wie vor einem Jahr, wenn man sich entwickelt hat, egal wie viel, dann ist doch alles gut.

Schon komisch. Wir haben grad mit allen Freiwilligen im “la dolce vita” (Italiener) gegessen. Ich wollte mich nur nochmal melden. Morgen Abend gehts los, ich hab alles eingekauft und Co und ich kann weg.

Bis dann, ich meld mich allerfrühstens Donnerstag Abend wieder. Deutsche Zeit.

Deutschland, ich freu mich auf dich. Nepal, ich werde dich vermissen. Ich mag euch halt beide =)

Hallöchen! Es ist schon komisch, in 96 Stunden werde ich schon im Flieger sitzen. Die Zeit vergeht jetzt doch sehr schnell, was wohl auch daran liegt, dass man auf einmal noch soooo viel zu erledigen hat! Ich habe mir jetzt einen Plan für die nächsten Tage gemacht und bis auf 2 Nachmittage ist alles voll. Morgen ist erstmal Optiker, Internet, Wäscherei, Schneider und Klamotten- und Schmuckladen dran. Davor muss ich dringend die Schamanin anrufen um noch einmal hinzukönnen und abends treffe ich mich zum Abschied mit 2 Adoptivelternpaaren =D Volles Programm also. Die letzten 2 Tage waren auch schon verdammt vollgepackt, aber supertoll! Am Freitag war mein erster “Verkauf- und Kauftag”, bin sogar einiges Zeug losgeworden und hab auch die Hälfte dessen bekommen, was ich einkaufen wollte. Freitag Abend sind wir dann ins Casino gegangen ;D Freitag ist hier ja der einizge Partytag und daher haben wir uns ins Yak&Yeti begeben, einem der luxuriösesten Hotels hier. Man spielt mit indischen Rupien, muss also, um 100 Rupien zu erhalten (das ist der kleinste Chip) 160 nepalesische Rupien bezahlen. Wir haben uns meistens 1600 Rupien (also 16 Euro) in Chips umgetauscht. Ich hatte also 10 Chips und Pierre hatte uns extra schon vorher Black Jack erklärt, inklusive Üben =) Ich habe zwischendurch auch mal gewonnen, aber selbstverständlich auch wieder verloren, so dass ich am Ende aber bei 10 Chips aufgehört habe und somit mit plus minus null rausgegangen bin =) Der eigentliche Hauptgrund, weswegen wir in das Casino gegangen sind, waren aber die kostenlosen Verköstigungen =D Man kriegt Getränke an den Tisch gebracht, gelegentlich auch Snacks. Und dann kann man auch noch in einen anderen Teil des Raumes gehen, in dem man richtig zu essen bekommt und in dem eine Bühne ist, auf der hübsche Frauen tradiotionelle als auch Bollywood-Tänze aufführen. Bei zweiteren auch gern mit viel männlicher Unterstützung. Die TänzerInnen sind oftmals echt mies, nur ihre tradionellen Tänzen können sie wirklich gut! Als wir dann satt waren und genug gespielt hatten, sind wir weitergezogen, um noch tanzen zu gehen, war schließlich unser letzter Freitagabend zusammen! Wir haben uns für die Factory entschieden, immer eine gute Wahl. Der Abend war einfach nur toll. Den heutigen Katertag haben wir dann zum Saubermachen der Wohnung genutzt, wir können jetzt also ausziehen. Und heute Abend waren wir wieder im Casino, denn heute war das Buffet offen!!! Sooo lecker und soooo viel und ich bin soooo satt. Einfach wunderbar. Und das alles für lau, wenn man nicht spielt! ;D Heute hab ich übrigens erst bei 2 Chips aufgehört… 1120 Rupien, also 11,50 Euro für 2 Abende, 3 Teller mit viel Essen, 3 Colas, einen Saft, ne Flasche Wasser, eine Wodka-Cola mit sehr viel Wodka und sehr viel Spaß! Grandios.

Nungut, jetzt sollte ich aber schlafen, da mein Wecker um 8 Uhr klingeln wird.

Eins noch. Das Casino hatte eine gemeine Taktik… Immer, wenn wir gerade viel gewonnen hatten (so 8 Chips im Plus waren) kam eine so wuuuunderschönen Frau an unseren Tisch (einfach nur um dazustehen und schön auszusehen). Und dann guckt man sie natürlich lange an und unterhält sich über sie, so dass man noch fein weiterspielt und auch verliert. Und wenn man wieder weniger Chips hat, geht sie wieder… Pfff. Aber sie halt echt schön…

Hallöle und Namaste!

das hier ist ein Blog von mir, Laura, 20 und aus Berlin, einer weltwärts-Freiwilligen in Kathmandu in Nepal.

Hinweis: Meine Einträge werden unglaublich persönlich werden und seit darauf gefasst, dass ich gelegentlich zu extremen Launen neigen werde und somit entweder unglaublich begeistert oder vielleicht auch mal total deprimiert und negativ sein kann.

Schreibt fleißig Kommentare!

LG, Laura

Mit freundlicher finanziellen Unterstützung von:

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