Samstag, 21.11.09, 16:39 – ein Ausflug!

Ich wachte auf, weil ich unsere Wohnungstür hörte. Aufgstanden, rausgeguckt und Yasmina und Milena erblickt und die beiden gefragt, was sie denn so Schönes an ihrem freien Tag machen und sie meinten, dass sie ein bisschen raus aus Kathmandu fahren. Da waren die beiden also weg. Irgendwann kam Michi auch raus und ich fragte ihn, ob ich vllt sein fahrrad für heute haben könnte und bekam netterweise auch den Schlüssel für sein Schloss. Ich hatte ja noch keinen genauen Plan für den Tag. Erst dachte ich daran, endlich mal ein bisschen Nepali zu lernen, aber den Plan verwarf ich recht schnell wieder, nachdem ich auf Idee gekommen war, mich doch einfach aufs Rad zu schwingen und irgendwo hin zu fahren. Nachdem ich ein bisschen im Reiseführer geblättert hatte, wusste ich auch wohin: nach Kirtipur. Das ist ein kleines Städtchen, was im Südwesten von Patan liegt (Patan ist ja südlich von Kathmandu, aber halt direkt rangeklatscht, da ist kein Unterschied). Ich mir also ne Route rausgesucht und losgefahren. Ich musste allerdings nach 100 Metern festestellen, dass mit der kaum vorhandenen Luft in den reifen nicht zu fahren war… Also wieder zurück, Lieblingsshopbesitzer gefragt, wo ich hier mein Fahrrad aufpumpen lassen kann, zum nächsten Motorradshop gegangen, von kleinem Jungen mitgenommen worden, zum Fahrradladen gebracht worden und: Luft in den Reifen! Das ganze hat süße 4 Rupien gekostet. Aber 5 hatten die Jungs durchaus verdient =D Also konnte ich meinen Ausflug beginnen. Es hat mit dem Fahrrad echt riesigen Spaß gemacht! Außerdem freuen sich Nepalis unglaublich, ein weißes Mädel auf den Rad zu sehen^^ Die Strecke war so ungefähr 6 km lang und dazu noch einen Kilometer, bei dem ich das Fahrrad auf nen Hügel oder Berg raufschieben musste. Es war wirklich steil und dazu ist das Rad ohne jegliche Gangschaltung und ungepflegt bzw geölt. In Kritipur kann man nur laufen, da kommt man mit jeglichem Verkehrsmittel nicht weit. Und man wird angestarrt! In Kathmandu ist das ja echt spaßig bzw nicht so schlimm, aber nach Kritipur verirren sich wirklich keine Touristen. Ich hab niemand anderen Weißen gesehen. Das Gestarre ist also wirklich nervig. Zumindest von Menschen in meinem Alter, Kinder und Alte sind irgendwie angenehmer^^ Aber die Menschen sind alle unglaublich freundlich. Nach ca 20 Minuten sprach mich ein Kerl an, der sogar ein bisschen Deutsch konnte. Wir haben uns dann erst einfach so ein bisschen unterhalten (aber auf Englisch) und im Endeffekt hat er mir die ganze Stadt gezeigt. Aber dadurch konnte ich mir wirklich in Ruhe alle Tempel ansehen und mir wurde alles erklärt. Das war schon super. Ohne ihn hätte ich wahrscheinlich gar nicht alles gefunden. Es war wirklich total interessant und die Stadt ist so schön! Noch ganz viele kleine (so 2-3 Meter breite) Gassen, alte Häuser aus dem 14. Jahrhundert und überall Matten auf denen der Reis zum Trocknen ausgebreitet war. In Bal Mandir hab ich auch schon ausgebreitete Chilis gesehen, die sehen fast noch toller aus. Der Reis liegt übrigens auf Matten aus, die aus den Stängeln der Reispflanze gefertigt sind. Ich hab mir eingebildet, dass es irgendwie nach Tatami-Matten roch, ob die auch aus Reis gemacht werden? Ich sollte das mal googeln. Der Kerl, mit dem ich dann da unterwegs war, hat mich noch zu Reisbier (ups, ich war ja mit Fahrrad da^^‘) und ein bisschen Newaari-Food eingeladen. Ich hab irgendwie Büffelfleisch gegessen, das war mit ein paar Kräutern kleingeschnitten und nicht gegart, glaube ich. Bin ich sogar ziemlich überzeugt von. Obwohl man Fleisch (oder war das Fisch) auch mit Säure, zum Beispiel mit Limettensaft garen kann. Das hab ich zumindest mal von Tim Mälzer gelernt. Zumindest kann ich mir das Zueg super auf ner Stulle vorstellen, aber so ohne alles? Hat schon nett geschmeckt, aber muss halt nicht noch mehr sein. Am Ende, kurz bevor ich wieder losgefahren bin, gabs noch nen schwarzen Tee. Natürlich wollte der Kerl am Ende auch Geld, obwohl er das sehr nett ausgedrückt hat. Ich hab noch gar keine Vorstellung davon, wie viel man da gibt, aber ich hatte eh nur nen 1000-Rupien-Schein dabei. Aber 10 Euro für ne anderthalbstündige Führung für nur eine Person ist nicht wenig, aber wars mir schon fast wert. Und jetzt sitze ich also wieder zu Hause. Ich werde gleich mal hochgehen und in mir aus Milenas Zimmer ihr Nepali-Heft holen, damit ich doch noch ein bisschen was lerne, schließlich haben wir Montag schon wieder Unterricht. Aber vorher muss ich mir noch irgendwie was zu Essen besorgen, denn ich hatte heute nur einen Liter Wasser, das Reisbier und das bisschen Büffelfleisch. Am besten ich gehe noch Dhaal Bhat essen. Aber allein? Mal gucken.

 

Die Bilder, die jetzt folgen, koennt ihr anklicken, um sie ein bisschen groesser zu sehen. Ansonsten einfach Maus draufhalten, damit ihr eine kleine Beschreibung seht. Die Reihenfolge ist komisch, ich weiss xD

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2 Kommentare zu „Samstag, 21.11.09, 16:39 – ein Ausflug!

  1. ich find 1000 rupien angemessen.
    aber vllt liegts auch daran, dass es mehr als ein tagesgehalt von mir ist. ^^

    die fotos lassen mich nur ansatzweise verstehen, wie weit die verehrung buddhas reicht. wird es vor „deinen“ kindern auch so zelebriert oder wie geht ihr im waisenhaus mit religion(en) um?

    Und: mir fehlt bei allen fotos ein laura-strahle-foto. vielleicht kannst du ja mal eins hochladen. gern auch auf’m rad, bei’m essen, bei’m tempel bestaunen oder sogar beim lernen…?! =)

    hab dich lieb!

  2. Nah mit Anjas „Lauraphoto“ wirds wohl nix,wa? Du meintest ja du hasst Photos, auf denen nur du drauf bist^^ Machst du jetzt eigentlich deine Meditationssache oder traust du dich doch nicht?

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