Donnerstag, 11.3.2010, 17:36

Ich wollte eigentlich um 6 Uhr aufstehen (wegen der Wärme), hab mir aber den Wecker nur auf um 6:30 gestellt und bin dann irgendwann gegen 7 hoch… verdammt. Eigentlich wollte ich morgens zu dem Tempel, den ich gestern im Dunkeln nicht gefunden hatte, aber dann dachte ich daran, wie voll die Metro sein würde und verwarf den Gedanken wieder. Stattdessen bin ich Richtung Norden gelaufen. Unter anderem durch Kolkatas Maidan gelaufen, der ist vergleichbar mit dem Central Park in New York (das sagt der lonely planet), ich würde ihn eher mit únserem Tiergarten vergleichen. Das Ding ist echt groß (allein 3 km lang) und sehr grün, jedoch wird eine ganze menge des Platzes von Militär- und/oder Sportclubs vereinnahmt… Der Park ist auch nicht vollständig Park, sondern es führen eine Menge großer Straßen hindurch und dadurch, dass es viel Wiese ist und nicht so viele Bäume da sind, kriegt man das als Parkbesucher auch immer mit. Immer wieter gen Norden kam ich dann bald an einem der architektonischen Wahrzeichens Kolkatas an, der Howrah Bridge. Eine schon über 70 Jahre alte Brücke, die unglaublich belebt ist. Interessanterweise laufen die Menschen dort allerdings nicht auf der linken Seite, wie sonst. Daher musste ich durch einen Strom von Leuten und war wirklich die einzige, die ich erblicken konnte, die in die andere Richtung lief… Unter der Howrah Bridge findet man den Flower Market:  Blumen, Blumenketten, Blumensträuße, Blumenköpfe, Blütenblätter auf großen Haufen aufgetürmt oder noch halb in Säcken verstaut. Und das riecht! *____* Wunderschön! Kurz vor Ende liefen dann allerdings zwei Jugendlich mit Zigarette vor mir… gemein. Von dort aus machte ich mich auf die Suche nach der Moschee und fand sie auch ohne große Probleme, das heißt mit 2 mal in die Karte gucken. Es kostete nichts und fast alles war aus Marmor, so dass die Füße (ihr wisst ja, in Moscheen immer barfuss) wunderbar gekühlt wurden =) Ein Kerl führte mich dann noch kurz herum und machte ein Foto von mir und einem anderen Kerl, dessen Hand beim Nebeneinanderstehen mal wieder wanderte. Aber die kann man ja ganz dezent zur Seite tun. Der reiseführer sagte mir, dass direkt südlich von der Moschee Chinatown kommen würde, bzw das, was noch davon übrig war. ich kann sagen: nichts. Also irgendwas hätte ich ja sehen müssen, aber ich kam nur durch stinknormale Wohnungsviertel mit Märkten auf den Straßen. Also entschied ich mich nun in den Süden zu fahren um dort, nein, nicht den Tempel anzugucken, sondern in eine Kunstaustellung zu gehen. Meine Karte war allerdings sehr undetailliert und daher habe ich es nciht gefunden sondern mich hoffnungslos verlaufen. Nach ca einer Stunde umherirren dachte ich, ich hätte DIE Eingebung, wo ich hinmüsste um nur die Metro wiederzufinden, aber zweifelte mttlerweile so sehr an mir und meinem Orietierungssinn, dass ich ein paar Schulmädchen fragte, zu zufälligerweise den gleichen Weg hatten und mich mitnahmen =) Mein Gedanke, in welche Richtung und wolang es gehen müsste, war übirgens richtig. Ha! Ich stieg dann Park Street aus, weil es da viele Essensmöglichkeiten geben sollte und es nur eine Station von meinem Guesthouse entfernt war und entdeckte: Mc Donalds! ja, ich seh schon eure Gesichter… Ich weiß. Aber… also rein da. Der Mc Donalds in Indien hat größtenteils vegetarische Sachen und nur ganz wenig mit Fleisch. Ich nahm also einen Wrap mit Chicken im Menü, also mit Pommes und Cola. Der Ketchup hier ist übrigens anders, dünnflüssiger und gewürzter. Danach, sehr glücklich übrigens bin ich ins India Museum, steinaltes Ding mit einigen ausstellungskonzeptionellen Fehlern  (Konzept: Wir stellen alles aus, was wir haben, egal, ob wir diesen Knochen schon  6mal liegen haben oder nicht und egal, wie die Qualität ist.) ja^^ Trotzdem sehr nett. War alles mit dabei: Steine, Tiere, Insekten, Skelette, Ägypten (warum? aber mit echter Mumie!), Statuen von Tempeln und Kunst. Die malreien und Zeichnungen haben mir allerdings echt Leid getan. man stelle sich vor: Die Bilder sind in Rahmen, jedoch nochmal in Holzästen mit einer Glaswand davor, aber so 20-30 cm entfernt, und die Glasscheiben sind nur mit einem nassen Lappen abgewischt worden. Das heißt, dass man noch Wasserflecken (schlimmer, als wenn ich den Spiegel putze) hat, sich selber dazu zwei mal spiegelt und aufgrund von nur einer Deckenbeleuchtung kaum was von den Bildern erkenn kann… So schade, denn ich fand einige Bilder echt schön! Erstaunlich was der Herr Tagore so alles gemacht hat, allerdings gabs davon anscheinend 3 verschiedene. Anja, klär mich auf! Nach diesem Museum, was mich ürbigens 150 Rupien gekostet hat (ca 2,50 Euro) und Inder nur 10 Rupien (16 Cent!) bin ich nach Hause, hab geduscht und war gerade Begali essen, denn das ist hier ja alles so neglai und die sprechen auch Bengali usw.

Morgen früh geht es los nach Chennai, um 6:30 geht mein Flug, daher muss ich wohl so 4:00 aufstehen… Wehe ich verpenne…

Fazit Kolkata: Ist wie London, nur mit Indern und mit indischer Kultur. Echtes London, allein wegen dem Wetter, ist besser. Die Briten haben beim Bauen echt nicht bedacht, dass schmale Strassen in Kombination mit hohen Haeusern mehr Schatten spenden. Trotzdem schoenes Grossstadtfeeling =D

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3 Kommentare zu „Donnerstag, 11.3.2010, 17:36

  1. Wow, ich komm gar nicht dazu, alles zu lesen, weil ich damit beschäftigt bin, mich über den erneuten Schnee in München aufzuregen, aber die Bilder sind ja fantastisch!!! wahnsinn!! Genieß die Hitze, meine Liebe 🙂
    Ich denk an Dich!

  2. ich kläre auf:

    rabi tagore (der, dem die schule seinen namen zu verdanken hat), konnte zwar auch malen, war aber eher für seinen philosophischen, dichterischen werke bekannt. doch er war ein tausendsasser und da fällt der apfel nicht weit vom stamm, sein

    neffe, abanindranath war vermutlich der künstler, dessen bilder du bestaunen konntest. eine tolle familie, mit sehr viel geist und großem reformwillen (das war wieder der rabindranath).

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