Samstagnacht, 3.4.2010 – nach schönen Internetstunden nochmal ordentlich Action!

Schon seit ein paar Tagen können wir die Badtür von innen nicht mehr schließen, weil man dann, aufgrund einer fehlenden Klinke, nicht mehr hinauskommen würde. Das ist ja kein großes Problem, denn man kann sie auch nur anlehnen. Aber heute ist der Mela auch noch Klinke außen abgefallen und zwar just in dem Moment, als sie Tür zugemacht hatte. Da war das Bad nun zu. Auf ewig. Das war zumindest ihr Gedanke. Das teilte sie mir im Café Kaldi mit und wir entschieden uns, zur Sicherheit nochmal deren schöne, saubere Klos auszunutzen^^ Zuhause angekommen (es war irgendwann vor 11 Uhr) konnte ich mich jedoch nicht mit dem Gedanken zufriedengeben, das erst morgen von meinem Paps richten zu lassen, sondern musste das selber irgendwie hinkriegen. Also probierte ich ersteinmal diesen viereckigen Stift, der ja das Hauptbauteil einer Türklinke darstellt (neben der Klinke an sich natürlich), mit einer Pinzette herauszuziehen. Das ging ordentlich schief und wir hörten nur den Metallstift auf dem Badezimmerboden klirren… Versaut also. Idee: Wir könnten eine andere Türklinke abmontieren und den Stift daraus nutzen. Gesagt getan. Jedoch ließ dich die untere Schraube der Türklinke meiner Zimmertür absolut nicht bewegen. Und dabei ist so ein stinknormales, qualitativ absolut minderwertiges Frühstücksmesser ein durchaus akzeptables Werkzeug und Schrauberzieherersatz! Naja, die Türklinke der Innenseite ließ sich dann irgendwann abmontieren. Ich nicht nachdenkender Mensch zog jedoch, als die Tür gerade geschlossen war, einfach den Stift heraus – wir waren gerade in meinem Zimmer… Stift mit allergrößter Vorsicht wieder rein, Klinke noch vorsichtiger wieder rauf und hoffen, dass dieser Stift nicht durchrutscht. Denn sonst hätten wir ein wirkliches Problem gehabt. Davor hatten wir wenigstens nur kein Klo und Co. Ein Glück hat das gklappt und wir waren wieder draußen. Meine Tür, bzw. das Teil, was sich in den Türrahmen bohrt, damit so eine Tür zu bleibt, habe zur Sicherheit mit Kreppband zugeklebt, nicht dass die Tür noch irgendwann zu fällt und ich gar nicht mehr heraus komme! Dann haben wir also den Metallstift aus meiner Tür genommen, ihn in der Mitte schön mit zusammengewrimelten Malerkrepp umwickelt (damit er nicht durchrutscht) und ihn in die Badezimmertür gesteckt, Klinke rauf und offen war das Badezimmer wieder! Wir konnten uns also die Zähne putzen, sehr schön nicht wahr?
Das war also unser nächtliches Abenteuer.
Ansonsten sind seit Montag meine Eltern da. Da ist richtig schön, auch wenn es manchmal ein wenig anstrengend ist, Obwohl das nur dann vorkommt, wenn mein Paps mal wieder zu pingelig mit der Sauberkeit ist, die Straßenkinder nicht leiden kann oder meine Eltern einfach nur Fotos machen. Aber eigentlich ist das ok, denn so ist das als Touri halt. Montag war nicht mehr viel los, denn sie kamen erst gegen halb 6 aus dem Flughafen raus, ohne Gepäck, und wir sind dann nur kurz zu mir gefahren um dann zum Hotel zu laufen. Und am Abend waren wir noch beim Italiener essen. Dienstag war ich dann wieder arbeiten und die beiden haben mich gleich besucht und sich alles angeguckt. Kommentar meiner Mutter: „Laura, wie schaffst du das hier eigentlich?“ Tja, ich weiß auch nicht. Sie waren glaub ich, doch schon ziemlich erschüttert. Aber wär wäre das nicht… Abends sind wir dann nch zusammen zum Pashupatinath Tempel gegangen um danach zum Flughafen zu laufen, um endlich das Gepäck zu kriegen. Nach einer Stunde warten, hatten wir es dann endlich… Damit waren meiner Eltern dann glücklich und wir sind noch im OR2K essen gewesen. Auf dem Weg zum Tempel find es übrigens zu regnen an, aber nicht all zu doll. Aber als wir gerade den Flughafen erreichten, da ging ein Gewitter los! Hammer! Laut und helle und große Blitze und ein Regen! Wassermassen! Und genau das gleiche Wetter hatten wir am nächsten Tag noch einmal, jedoch waren wir ein Glück schn davor in der FreakStreet und während des Regens größtenteils im Café Kaldi. Auch wenn ich, dadurch, dass ich meine Eltern abgeholt habe, doch ziemlich nass geworden bin… Am Donnerstag dann waren die beiden bei Swayambu und ich hab sie nach der Arbeit vom Hotel abgehol, um mit ihnen zu Crazy Burger zu gehen, und dann noch ne Weile durch Kathmandu zu latschen, wobei sie jetzt endlich den Durbar Square und den Shop gesehen haben. Heute haben wir uns dann den Durbar Square von Patan angeguckt, da war die Mela auch mit. Und dann hab ich heute für meine Eltern noch Milchtee gekocht und hab sie zu unserem Local geschleppt, wo es ihnen erstaunlich gut gefallen hat! Ja, soweit meine Woche bisher.
Am Sonntag gehts nach Pokhara, da freu ich mich schon sehr drauf. 3 Tage dort. Ansonsten finde ich es echt sehr sehr schön, dass meine Eltern gerade hier sind. Es tut einfach gut, sich mal bei Mama ausheulen zu können. Also ich zumindest brauche das manchmal.

Sonntag, 28.03.2010 – wieder zuhause

Sooo, nun hab ich endlich mal Zeit und Lust wieder einen Blogeintrag zu schreiben. Ich muss wohl in Bangalore beginnen, von meinem Morgen wisst ihr ja schon alles. Ich hab dann also eine Rikscha genommen und bin nach einigem Umweg und auch selber Rikschafahren am Seminarort angekommen. Einer der wunderschönsten künstlich angelegten Orte, die ich je in meinem Leben gesehen habe! Diese Anlage nennt sich „Ancient School Of Wisdom“ und ist sehr spirituell und ist eigentlich nur dazu da, Menschen dabei anzuleiten, sich selbst zu finden. Die Zimmer sind einfach wundervoll, große, saubere, hygienische Doppelzimmer mit eigenem Bad. Einfach sauschön! Zum Seminar an sich kann und will ich gar nicht so viel sagen, denn es war einfach so wichtig für uns alle und hat uns so viel gegeben. Wir haben das echt gebraucht, das hätte ich gar nicht so gedacht. Es war also nur reden, sich austauschen, heulen, noch mehr reden. Und viele neue tolle Leute. Man ist sich über so vieles klar geworden und sich auch selbst näher gekommen. Toll also.
Mein Rückweg habe ich bisher mit 5 Freiwilligen aus Delhi bestritten. Erst sind wir mit einer nächtlichen Busfahrt nach Hampi gefahren um dann die nächste Nacht sofort weiter nach Hyderabad und dann nach Delhi zu fahren. Hampi ist echt total schön und man sollte sich dringend mehr Zeit als nur einen Tag nehmen, denn die braucht man einfach. Diese alten, zerfallenen, riesigen Tempelanlagen und die wunderschöne Landschaft mit Hügeln, die aus vielen, riesigen, runden Steinen bestehen. Den wichtigsten Tempel haben wir uns jedoch nur durch Eingangstor angesehen, da der Eintritt 250 Rupien kosten sollte und das haben wir mal gar nicht eingesehen. Und für Inder 10 oder so. Pfff.
In Hyderabad hatten wir nur so 2 Stunden Aufenthalt am Bahnhof und sind dann in der 2nd AC (zweite Klasse mit Klimaanlage) 22 Stunden nach Delhi gefahren. Woa, nur 6 Betten in einem Abteil anstatt 8 wie im normalen Sleeper. Mit Laken, Decken und Kissen! Und mit regelmäßigem Essen (Frühstück, Mittag, Snack, Abendbrot und zwei Mal Tee und 1,5 Liter Wasser pro Tag) und Seife aufm Klo! Luxus! Hat una aber auch einiges gekostet. Trotzdem: mit meiner Haut auf diesen Wachsdeckenbezogenen Liegen mit nur Ventilatoren ist das einfach mal extrem unangenehm.
Morgens um 6 kamen wir also in Delhi an, ich bin mit zu Milena und Tine in die WG gefahren. Und Lara, die ich noch vom Vorebereitungsseminar kannte, war auch da! Tooooll! Noch am selben Morgen haben wir uns dann auf die Suche nach Champa gemacht (bei der ich mit meinen Eltern vor 8 Jahren gewohnt hatte). Wir sind erst mit einer Rikscha bis zur ersten Metrostation gefahren (da hatte Milena den Überblick) und dann mit der Metro zu Champas Schule gefahren (in der Mettro hatte ich dann den Überblick). Nach dem wir ne Menge Schuljungs nach dem Weg gefragt hatten, haben wir es auch gefunden, allerdings, an diesem Tag waren Examen! Ich hab trotzdem den Security-Mann gefragt und durfte netterweise rein. Da wurde mir dann mitgeteilt, dass Champa hier nicht mehr arbeitet… Aber sie haben mit ihre Adresse und Telefinnummer gegeben! Datenschutztechnisch schlimm, aber für mich grandios! Passenderweise heißt eine Metrostation genau wie ihre Straße, also sind wir da erstmla hingefahren und haben festgestellt: wir sind falsch! Denn er hatte anstatt „Park“ „Garden“ aufgeschrieben und somit befanden wir uns im völlig falschen Stadtteil… Aber dank der Metro kommt man ja überall schnell hin. Die Linien sind supercool, die haben keine Namen sondern sind nur die rote oder gelbe oder blaue oder oder Linie! =D Im richtigen Stadtteil angekommen haben wir nach einihermaßeen kurzem Durchfragen auch das Haus gefunden. Aufregend! oO Naja, dann hab ich einfach mal auf die Klingel gedrückt. Und sie war da! nd nach sehr kurzer Erklärung (Stichworte: Laura, 8 Jahre her, Deutschland) hat sie mich auch erkannt und uns hereingebeten. Natürlich wurden wir bewirtet bis zum GetNo (wie schreibt man sowas auf?), sie hat für uns gekocht, hatte gerade Nachhilfeschülerinnen (oder sowas ähnliches), redete unglaublich viel, machte Witze und war einfach toll wie immer. Wirklich eine beeindruckende Frau! Milena mochte sie sofort! (Den Satz kann man ja zweideutig lesen, fällt mir grad auf. Egal, stimmt beides.) Gegen halb 5 waren wir bei ihr und sind gegen 7 wieder abgehauen um noch zum Bahhof zu fahren, weil ich ja noch ein Ticket nach Hause brauchte. Am Bahnhof haben wir uns selbstverständlich in die Ladies Queue eingereiht um dann alle Männer fertigzumachen, bzw ihnen mitzuteilen, dass sie keine Frauen sind. Und wir mussten verhindern, dass sich so viele vordrängeln wollten! Irgendwann hat uns sogar der Polizist geholfen, indem er den Männern das Geld zurückgegeben hat, was die Frauen zugesteckt hatten, damit die für sie Tickets kaufen. Jaja, so nutzen die das aus. Als wir dann nach einer halben Stunde drankamen und ich meinte „Train to Gorakhpur on thursday evening“ sagte er nur: „Train number.“ ich: „Häh?“ er: „Train number“ Und so zog ich von dannen… Daher bin ich also erst MIttwoch (nächster Tag) früh ins Reisebüro, um festzustellen, dass es nur noch sichere Tickets (ohne Warteliste) für Freitag Abend ohne AC gab… Direkt danach bin ich dann mit Alina, Isabell und Niklas (die Hampi-Truppe) noch shoppen gegangen (und wie!), hab bei ihnen geduscht (Milena hat nur die Eimertechnik im Angebot…) und wir waren Essen. Abend haben wir uns dann noch mit Milena und Christine in einem Club getroffen um mal wieder so richtig zu tanzen! Es war Ladies Night, d.h. wir Damen kommen umsonst rein und kriegen bis 0 Uhr alle Mojitos und Biere frei! Als Resultat dieser Nacht habe ich also den Donnerstag mit ausnüchtern, rumgammeln und im Inet surfen verbracht (ja, die haben Inet in der WG!). Am Freitag habe ich das von mir hergestellte Chaos beseitigt und bin nach einem letzten Besuch bei McDoof (ja, ich gebs ja zu >.<) nach Gorakhpur gefahren. Von dort aus (mit 2 Stunden Verspätung angkommen, inklusive Zugwechsel) den völlig überteuerten Bus nach Sonauli genommen um dort über die Grenze zu laufen, mich aus- und einstempeln zu lassen und dann den schon gebuchten Bus nach Kathmandu zu nehmen. Dass ich nicht lache! Ich saß im Bus (16:45 Abfahrt, wie auf meiner Fahrkarte) als mir der Busmensch um ca 17 Uhr sagte, dass das kein Ticket für seinen Bus sei und ich im falschen säße. oO Na toll, der andere war jetzt aber auch schon weg! Argh! Nach einem hin und her konnte ich ein Glück sitzen bleiben und musste halt nochmal bezahlen. -.-‚ Wenigstens konnte ich mich zwischendurch aufs Dach setzen und dort meine Tasche als Kopfkissen benutzen, mich hinlegen, in den Nachthimmel starren und Bäume an mir vorbeiziehen lassen und Musik hören. Schööööön *____* Leider kam dieser Bus nicht wie mein ursprünglicher gegen 10 oder 11 oder 12 Uhr nachts an, nein, meiner kam um 6 Uhr morgens an. Naja, da fuhren wenigstens schoin Microbusse und ich kam recht einfach nach Hause. Und da bin ich nun. Endlich wieder geduscht, das erste mal seit 36 Stunden (solang war ich unterwegs) auf Klo und was gegessen, Obst gekauft (Wassermelone, yeah!) und eine SIM-Karte für meinen Paps gekauft. Und jetzt gehts zu den ShopJungs und danach ins Kaldi. Juhei! Und morgen kommen meine Eltern! Nochmal Juhei!

Mittwoch, 24.03.2010 irgendwann vormittags

Hey meine lieben, ich sitze hier grad in einer der FreiwilligenWGs in Delhi. Ich werde heute shoppen und heute Abend tanzen gehen und noch die Zeit mit den Leuten hier genießen. Es geht mir suuupergut, es ist zwar schon jetzt unglaublich heiß hier, aber es ist toll mit den ganzen Leuten und da stört die Hitze gar nicht so. Die haben hier in ihrer Wohnung sogar Internet! *___* Gleich werde ich duschen gehen (ohne Dusche, sondern mit Eimer und so) und Haare waschen, obwohl, hier ist gerade das Wasser alle, also lieber in der anderen WG heute Abend duschen.

Gestern habe ich Champa gesucht, die Frau, bei der ich vor 8 Jahren damals für 10 Tage gewohnt habe. Nach langem langem Suchen habe ich sie auch gefunden und es war wundervoll! Bilder habe ich leider nicht gemacht, aber Champa und die krieg ich bald per Mail.

Es geht mir also gut, gleich buche ich hoffentlich meinen Zug Nach Gorakhpur, damit ich irgendwie zurück nach Kathmandu komme.

Liebe Grüße, eure Laura

18.3.2010 – 16:24 – Alles im Lot aufm Boot

Nur eine kurze Meldung: Ich bin am Samstag gut in bangalore  in Bangalore angekommen, das Zwischenseminar schlaucht, macht aber Spass, befinde mich gerade ein einem Cybercafe ohne sichtbaren Internetanschluss, daher kommen kommen bereits geschriebene Blogeintraege und Videos erst spaeter.

Am Samstag trete ich die Rueckreise an, fahre erst mit ein paar Leuten nach Hampi, dann nach Delhi und von dort nach Hause.

Macht euch keine Sorgen, es geht mir gut, wir sind nur ein wnreig abgeschlossen von der restlichen Welt, da wir 30 km ausserhalb von Bangalorwohnen.

Donnerstag, 11.3.2010, 17:36

Ich wollte eigentlich um 6 Uhr aufstehen (wegen der Wärme), hab mir aber den Wecker nur auf um 6:30 gestellt und bin dann irgendwann gegen 7 hoch… verdammt. Eigentlich wollte ich morgens zu dem Tempel, den ich gestern im Dunkeln nicht gefunden hatte, aber dann dachte ich daran, wie voll die Metro sein würde und verwarf den Gedanken wieder. Stattdessen bin ich Richtung Norden gelaufen. Unter anderem durch Kolkatas Maidan gelaufen, der ist vergleichbar mit dem Central Park in New York (das sagt der lonely planet), ich würde ihn eher mit únserem Tiergarten vergleichen. Das Ding ist echt groß (allein 3 km lang) und sehr grün, jedoch wird eine ganze menge des Platzes von Militär- und/oder Sportclubs vereinnahmt… Der Park ist auch nicht vollständig Park, sondern es führen eine Menge großer Straßen hindurch und dadurch, dass es viel Wiese ist und nicht so viele Bäume da sind, kriegt man das als Parkbesucher auch immer mit. Immer wieter gen Norden kam ich dann bald an einem der architektonischen Wahrzeichens Kolkatas an, der Howrah Bridge. Eine schon über 70 Jahre alte Brücke, die unglaublich belebt ist. Interessanterweise laufen die Menschen dort allerdings nicht auf der linken Seite, wie sonst. Daher musste ich durch einen Strom von Leuten und war wirklich die einzige, die ich erblicken konnte, die in die andere Richtung lief… Unter der Howrah Bridge findet man den Flower Market:  Blumen, Blumenketten, Blumensträuße, Blumenköpfe, Blütenblätter auf großen Haufen aufgetürmt oder noch halb in Säcken verstaut. Und das riecht! *____* Wunderschön! Kurz vor Ende liefen dann allerdings zwei Jugendlich mit Zigarette vor mir… gemein. Von dort aus machte ich mich auf die Suche nach der Moschee und fand sie auch ohne große Probleme, das heißt mit 2 mal in die Karte gucken. Es kostete nichts und fast alles war aus Marmor, so dass die Füße (ihr wisst ja, in Moscheen immer barfuss) wunderbar gekühlt wurden =) Ein Kerl führte mich dann noch kurz herum und machte ein Foto von mir und einem anderen Kerl, dessen Hand beim Nebeneinanderstehen mal wieder wanderte. Aber die kann man ja ganz dezent zur Seite tun. Der reiseführer sagte mir, dass direkt südlich von der Moschee Chinatown kommen würde, bzw das, was noch davon übrig war. ich kann sagen: nichts. Also irgendwas hätte ich ja sehen müssen, aber ich kam nur durch stinknormale Wohnungsviertel mit Märkten auf den Straßen. Also entschied ich mich nun in den Süden zu fahren um dort, nein, nicht den Tempel anzugucken, sondern in eine Kunstaustellung zu gehen. Meine Karte war allerdings sehr undetailliert und daher habe ich es nciht gefunden sondern mich hoffnungslos verlaufen. Nach ca einer Stunde umherirren dachte ich, ich hätte DIE Eingebung, wo ich hinmüsste um nur die Metro wiederzufinden, aber zweifelte mttlerweile so sehr an mir und meinem Orietierungssinn, dass ich ein paar Schulmädchen fragte, zu zufälligerweise den gleichen Weg hatten und mich mitnahmen =) Mein Gedanke, in welche Richtung und wolang es gehen müsste, war übirgens richtig. Ha! Ich stieg dann Park Street aus, weil es da viele Essensmöglichkeiten geben sollte und es nur eine Station von meinem Guesthouse entfernt war und entdeckte: Mc Donalds! ja, ich seh schon eure Gesichter… Ich weiß. Aber… also rein da. Der Mc Donalds in Indien hat größtenteils vegetarische Sachen und nur ganz wenig mit Fleisch. Ich nahm also einen Wrap mit Chicken im Menü, also mit Pommes und Cola. Der Ketchup hier ist übrigens anders, dünnflüssiger und gewürzter. Danach, sehr glücklich übrigens bin ich ins India Museum, steinaltes Ding mit einigen ausstellungskonzeptionellen Fehlern  (Konzept: Wir stellen alles aus, was wir haben, egal, ob wir diesen Knochen schon  6mal liegen haben oder nicht und egal, wie die Qualität ist.) ja^^ Trotzdem sehr nett. War alles mit dabei: Steine, Tiere, Insekten, Skelette, Ägypten (warum? aber mit echter Mumie!), Statuen von Tempeln und Kunst. Die malreien und Zeichnungen haben mir allerdings echt Leid getan. man stelle sich vor: Die Bilder sind in Rahmen, jedoch nochmal in Holzästen mit einer Glaswand davor, aber so 20-30 cm entfernt, und die Glasscheiben sind nur mit einem nassen Lappen abgewischt worden. Das heißt, dass man noch Wasserflecken (schlimmer, als wenn ich den Spiegel putze) hat, sich selber dazu zwei mal spiegelt und aufgrund von nur einer Deckenbeleuchtung kaum was von den Bildern erkenn kann… So schade, denn ich fand einige Bilder echt schön! Erstaunlich was der Herr Tagore so alles gemacht hat, allerdings gabs davon anscheinend 3 verschiedene. Anja, klär mich auf! Nach diesem Museum, was mich ürbigens 150 Rupien gekostet hat (ca 2,50 Euro) und Inder nur 10 Rupien (16 Cent!) bin ich nach Hause, hab geduscht und war gerade Begali essen, denn das ist hier ja alles so neglai und die sprechen auch Bengali usw.

Morgen früh geht es los nach Chennai, um 6:30 geht mein Flug, daher muss ich wohl so 4:00 aufstehen… Wehe ich verpenne…

Fazit Kolkata: Ist wie London, nur mit Indern und mit indischer Kultur. Echtes London, allein wegen dem Wetter, ist besser. Die Briten haben beim Bauen echt nicht bedacht, dass schmale Strassen in Kombination mit hohen Haeusern mehr Schatten spenden. Trotzdem schoenes Grossstadtfeeling =D

kA, was für ein Tag, 10.03.2010, 19:37 – Willkommen in Kolkata oder wie früher Kalkutta

Varanasi war sehr sehr schön. Ich hab jetzt auch schon einige sehr schöne Souvernirs für meine Liebsten Zuhause. Wer möchte eigentlich nochmal alles so eine Ballonhose haben? Oder wie auch immer man die nennen soll. In Varanasi habe ich mich seit dem zweiten Tag sehr wohl gefühlt und hatte richtig schön Urlaub, mit sehr viel den-Moment-genießen und nichts-tun. Ab dem zweiten Tag war auch meine Haut annehmbar, das Reisen in den Zügen und der SleeperClass hier ist halt nicht das Beste. Sogar bei langen Nachtfahrten in Deutschland gehts der da ja nicht mehr so gut.

Gestern um 18:10 sollte mein Zug nach Kolkata abfahren, ich war also zur Sicherheit um 17:30 da, damit ich auch mitkomme von welchem Gleis. Nundenn, um ca. 17:18 sagten sie an, dass sich der Zug um 2 Stunden verspäten wird, also um 20:00 kommt, kurz darauf 20:30, ab 20:00 wars 21:30. Boaaaa… Nunja, dann hab wenigstens noch Abenbrot gegessen, und zwar Dhal Bhat, allerdings noch mit 2 Brotklopsen zusätzlich. Höchstinteressant udn auch vom Geschmack ok. War schließlich ein Straßenstand, aber mit Bänken und Tischen dahinter. Die restliche Zeit saß ich vor dem Bahnhof rum und lauschte den Ansagen (Hindi und Englisch, wär ja auch doof sonst). Zu dem Zeitpunkt macnhte es auch endlich Sinn, warum so viele Menschen vor und in dem Bahnhof schlafen (darüber hatten wir uns schon in Gorakhpur gewundert) , denn die Züge verpäten sich einfach dauernd und so sehr, dass echt Sinn macht, einfach mal ne Runde zu pennen. Die sind ja eh immer in Gruppen bzw meistens Familien unterwegs, da kriegt auch schon irgendwer weitere Änderungen mit. Besonders irritierend war dann, dass ich um 21:30 auf dem richtigen Gleis stand, allerdings ein Zug mit der Nummer 2332 und nicht mein Zug mit der Nummer 2334 einfuhr. Und dieser andere Zug fuhr auch nach Kolkata! Völlige Verwirrung! Nunja, ich hab einfach gewartet und gegen 22:00 Wurde endlich angesagt, dass mein Zug gerade auf dem Gleis 4 einfährt. Ja! Juhche! Endlich! ich also rein da, Waggon gefunden, Platz gefunden und oberstes Bett gehabt. Sehr staubig und ich hatte was kurzärmeliges an… Und dazu liegt man ja auf sonem Gummibezug, so ähnlich wie Arztliegen bei uns. Auch nicht der netteste Untergrund. Irgendwann nachts habe ich dann ziemlich angefangen zu frieren und musste irgendwo aus meinem Rucksack ein längärmliges Oberteil rauskramen. War ein Glück direkt eins obendrauf, weil ich das gerade für die Arbeit gekauft hatte. Nicht, dass mir dann warm war, aber nicht mehr so kalt. Übrigens wusste ich nur, dass der Zug ungefähr 13-14 Stunden brauchen würde, aber der Zug hält ja zwischendruch immer mal und die Bahnhöfe sind hier nur gelegentlich beschriftet… Naja, um 13:30 kam ich dann endlich an und suchte mir den Weg durch diesen RIESIGEN Bahnhof. Ich wollte ja gucken, ob ich vielleicht dieses Luxushotel (da kam ich ürbigens mit der Fähre hin) auf dem Wasser für eine Nacht bezahlen kann, jedoch kostete da das billigste Zimmer 7.500 Indische Rupien, also mehr als 100 Euro *hust* Trotzdem waren die in dem Hotel alle voll nett zu mir! Ich kann es nur wieterempfehlen xD Dann hab ich mich auf die Suche nach einem Guesthouse gemacht und keins gefunden.. Und es war sooo heiß! Also erstmal Biryani (Reisgericht) mit einer Kartoffel und Chicken gegessen und dann mit neuer Energie losgezogen. Ich fand dann die Metro um eine  Station südlich zu fahren. Voll spaßig. Man kauft seine Fahrkarte am Schalter, es gibt keine Automaten. Und dazu darf man gelegentllich durch diese Metallscanner und ich durfte sogar zwei mal meine Tasche aufmachen. Und man darf nicht fotografieren, ich musste extra den Akku aus meiner nicht funktionierenden Kamera rausmachen xD Die eine Station kostete 4 Rupien und die Bahn war voll, aber ok. Trotzdem haben die Inder eines noch nicht kapiert: Erst aussteigen lassan, dann einsteigen, geht schneller. Insbesondere, da die Türen nicht wie bei uns so lange aufbleiben, bis alle drinnen sind, sondern einfach zugehen. An der Station Esplanade angekommen, sah ich mich inmitten des Naya Bazars wieder und man war natürlich gewohntes Oper der Händler. Egal, ich dadurchmarschiert und endlich den Bereich mit vielen guesthouses gefunden. Ins erste rien, die hatten auch ein Zimmer, allerdings sehr klein und recht dreckig. Ich da also wieder raus, zum nächsten und einer dieser anstrengenden Inder heftete sich an mich, der meinte, mir Guest Houses zeigen zu müssen. Argh! Hab den nicht abgeschüttelt gekriegt. Nunja, Guesthouse gefunden, aber schön ist was anderes. Aber sind ja nur 2 Nächte, oder eher anderthalb, weil mein Flug nach Chennai ja schon um 6:30 geht. Es gibt ein Gemeinschaft’bad‘, eine Kloschüssel mit Dusche. Ohne Waschbecken, an einem offenen Fenster ohne Licht. Aber es gibt noch ein anderes Klo, mit Licht. Das Wasser ist lauwarm, ziemlich exakt Handtemperatur. Im Zimmer ist es ziemlich heiß, ich hab zwar nen Ventilator, aber wenn ich den die Nacht über anmache, dann hab ich morgen ne Erkältung. Nachdem ich dann geduscht hatte und auch Haare gewaschen (hab mal wieder Läuse, das so nebenbei am Rande), bin ich gegen 17:30 los, um noch den Kalighattempel zu besuchen. Die Metro auf dem Weg war rammelvoll, und das beschreibts wortwörtlich. Ein Ellenbogen eines Geschäftsmannes, der sich an meinem Busen rieb (die Bahn fuhr noch nicht mal, also keine Ausrede) und eine Hand zwischen meinen Beinen! Hallöle? Jetzt reichts aber. Ich wollte ihm ganz dezent in der Menge die Hand oder einen der Finger ordentlich umdrehen, jedoch zog er siene Hand erstaunlich schnell zurück, sobald meine näherkam. Wenigstens war er sich im Klaren, dass seine Aktion nicht richtig war… Trotzdem Arschloch. An der Station Kalighat angekommen, hatte ich eigentlich Orientierung (war schon dunkel), dachte dann aber doch, dass ich sie verloren hatte. Bin also irgendwo langgelaufen, aber nicht Richtung Tempel und kam bei einer Metrostation davor an. Also wieder zum Guesthouse gefahren und schön laut Musik in den Ohren gehabt und mit starrem Blick in deutschem Tempo die Straße entlanggelaufen. Zuhausefeeling, sehr gut. Also berlinzuhause. Es gibt hier auch einen Park, der Centralpark Kolkatas, ein Park! ❤ Trotzdem bin ich mir gerade noch nicht sicher, ob ich diese Stadt mag. Man sieht die Schere zwischen arm und reich stärker als in Kathmandu und Varanasi, es ist eine Großstadt mit 14 Millionen Menschen die mit ihren Taxis und Gebäuden so britisch ist, dass sie mich sehr an London erinnert und trotzdem nur Inder rumlaufen! Sie ist wirklich so westlich, wie ich mir das gedacht habe und trotzdem gibt es hier noch Rikschas, die von Menschen gezogen werden! Also da hörts bei mir auf, das werd ich nicht machen. Fahrradrikscha ja, aber mit der Menschenrikscha bin ich ja nichtmal ein bisschen schneller als zu Fuß, wahrscheinlich sogar noch langsamer.

Gerade hatte ich mir ein kleines Restaurant gesucht, habe in Sojasoße gebratenes Gemüse mit Chapatis gegessen und schreibe hier meinen Blogeintrag, denn im Guesthouse ist es heiß und ich bin einsam. Und am ersten Tag in einer Stadt finde ich es schon recht schwer… Kolkata roch übrigens im ersten Moment nach Fisch. Und mir ist aufgefallen, dass ich nur Orte mit Wasser besuche. Varansi, Kolkata, Chennai. Ok, nach Bangalore muss ich ja. Der Fluss hier ist erstaunlicherweise dreckiger als der Ganges, das hätte ich ja nicht gedacht.

Meinem Laptop get es übrigens den Umständen entsprechend gut, es war noch ein wenig mehr ausgelaufen, aber das hat sich wieder verzogen.

Omi, über deinen Kommentar habe ich mich aber gefreut! Ich weiß gerade nicht mehr, was drin stand, aber ich weiß noch, dass ich sehr gegrinst habe =D Achdoch, was du meinen Eltern für mich mitgeben kannst. Ich brauche nichts. Hab hier alles. Außer du hast noch irgendwo ein kleines aber feines Taschenmesser übrig, meins ist nämlich verschollen. Aber das passiert hier in Nepal mit vielen Dingen von uns allen.

PS.: ich habe in diesem Blogeintrag erstaublich oft ‚übrigens* geschrieben. Neues Lieblingswort? Wurde ’skurril‘ abgelöst?

Sonntag, 07.03.2010, 12:15

Gestern Abend waren wir noch schön lange draußen, haben lecker gegessen und sind ewig an den Ghats rumgelaufen um überall Chai zu trinken, wo wir welchen kriegen konnten. Allerdingss schließt unser Guesthouse sein Tore um 23:00 Uhr, wir können also nciht so ewig raus.
Ich probier euch mal irgendwie Varanasi zu erklären, falls Fehler drin sind: Luise, berichtige mich bitte =) Varanasi ist eine der ältesten Städte der Welt und eine der heiligsten Städte Indiens. Pilger kommen hierher, um entweder im Ganges zu baden um sich von allen Sünden reinzuwaschen, ihre Liebsten verbrennen zu lassen oder hier irgendwann selber zu sterben, denn nach Überlieferungen kann man hier den Kreis der Wiedergeburt durchbrechen. Varanasi liegt außerdem an der Stelle des Ganges, wo dieser heilige Fluss gen Norden fließt, ganz besonders heilig also. Direkt am Ufer des Ganges befinden sich die sogenannten Ghats, die Treppen, die zum Ganges hinunterführen um dort zu baden, Buffalos zu waschen, Klamotten zu waschen, sich selber zu waschen oder einfach zu chillen, Chai zu trinken und ganz viel zu schlafen. Sowieso sieht man hier dauernd schlafene Menschen, überall. Huete bin ich um 6 aufgestanden um noch einigermaßen nette Temperaturen zu haben und bin Richtung großen Tempel gelaufen. Hab ihn aber nciic gefunden und bin ca. anderthalb Stunden durch Varanasi gelaufen, bis ich irgendwann echt nicht mehr wusste, wo ich war. Ich hab probiert zum Ganges zurückzufinden, hab ihn aber nicht gefunden… Dann fragte ich irgendwann, ob mich ein Autorikshafahrer zum Manikarnika Ghat bringen kann (da ist mein Guesthouse) und dieser ***** von Fahrer hat mich zum Assi Ghat gebracht?! Hallo? Das hab ich leider erst mitbekommen, als ich schon runter zum Ghat gelaufen war… und ich war so fertig und mittlerweile war es so warm, dass ich mir einfach ein Boot genommen habe und mich zum richtigen Ghat hab bringen lassen. Wucherpreis, aber nunja… Und dann hab ich oben auf dem Dach meines Guesthouses sehr viel Frühstück gegessen und mache jetzt aufgrund der Temperaturen mit Kilian und Milena Siesta. Da haben die Spanier was Gutes erfunden.

Update: 22:40

Ich war im Restaurant des Shanti Guesthouses, was uns empfohlen wurde. Bestellungen wurden vergessen, das Essen war so unglaublich wenig und nicht mal Reis hat man bei Dhal Bhat nachbekommen. Die Reisportion entsprach einem Viertel, von dem, was man normalerweise isst. Das kriegt schlechte Kritiken von mir. Pfff.
Ansonsten bin ich ab jetzt verheiratet. Seit anderthalb Jahren, mein Mann ist 21, Student, wohnt in Deutschland, kommt mich in Nepal besuchen. Das ist zumindest meine neue Lebensgeschichte für die Inder. Das machts echt einfacher! Zumindest lief das schon bei dem Bootsmann heute morgen verdammt gut. Als Beweis hab ich seit 5 Stunden auch einen Ring am linken Ringfinger xD Hübsch, nicht wahr?

Samstag, 05.03.2010, 19:46 – Ich bin in Varansi!

Ich bin da! Nach über 24h Fahrt und viel viel Anstrengung sind wir endlich da. Inklusive einer bösen Überraschung: Der Bildschirm meinem Laptos hat nen Sprung gekriegt und oben recht mittig ist jetzt ein 8cm² schwarzer Bereich. Plus ein paar Pixelfehler in der Mitte… Scheiße… ja, ich weiß, selber Schuld, wenn ich ihn mitnehme. Aber ich hab ihn ganz in die Mitte des Rucksacks ganz doll gepolstert eingepackt!… Und wir wollten ja auf dem Zwischenseminar Fotos gucken und meine ganzen Abrechungen sind auch hier drauf.Ich kann trotzdem noch mit ihm arbeiten und die Stelle ist jetzt nicht die Schlimmste, weil da eigentlich nie wichtige Schaltflächen sind. Muss wohl bis Ende des Jahres noch halten. Ich weiß nicht, ob ich den in Nepal reparieren lassen könnte… Auf jeden Fall werde ich mir erstmal ne neue externe Festplatte besorgen, damit ich die Daten sichern kann. Auf dem Weg nach Varanasi ist mir ürbigens auch och aufgefallen, dass meine Kamera kaputt ist… ARGH! Doof doof doof! Die fährt nicht mehr richtig raus, weswegen die Bilder nicht mehr scharf werden…

Aber nun erstmla zur Reise hierher. Wir haben uns um 06:30 an den Buddhastatuen bei Swayambhu getroffen um von da aus einen Microbus zum Busbahnhof zu nehmen, Dort suchten wir den Ticketschalter, holten unsere schon reservierten Tickets ab und suchten den Bus. Dieser fuhr ein wenig verspätet los, aber das ist ja klar. Vor Kilian und mir saßen zwei Franzosen, die einfach nur wie Frodo und Legolas bzw ihre Schauspieler aussahen^^ Der Bus fuhr Richtung B…, zumindest zur Grenzstadt. Da nahmen wir uns dann kurz einen Microbus, sind bis vor zur Grenze, einmal ins Nepali Immigration Office für den Ausreisestempel, dann einfach über die Grenze laufen und dann zum indian Immigration Office für den Einreisestempel. Und nein, alles ist viel kleiner als man denkt, und das Indian Immigration office war nur einer der vielen kleinen Shops an der Seite. Sobald wir in Indien waren, war es auch anders. Alle Leute haben probiert und ihre Taxis anzudrehen, wir dagegen haben aber den Bus gesucht. und gefunden, jedoch war der Ticketverkäufer so dermaßen schlecht gelaunt + Arschlochfaktor, dass der uuns richtig angeschrien hat und wir Angst hatten, dass der Kilian gleich eine knallt. Im Endeffekt musste wir zu sechs auf der hintersten Bank im Bus sitzen. Dieser Bus brachte uns dann für 60 Rupien (aber ab jetzt indische: 100R = 1,6€) nach Gorakhpur, der Ort, an dem unser Zug abfahren sollte. In Gorakhpur kamen wir so 20:30 an, da könnt ihr euch denken, wir lang wir in den ganzen Bussen saßen… Dann war es natürlich auch noch ein Akt, herauszufinden, wo unser Zug und um welche Uhrzeit wirklich abfuhr. Aber Kilian, unser Mann, hats geschafft. Milena und ich sind hier in Indien eh seine kleinen Schwestern oder seine Frau, wenn wir nur zu zweit unterwegs sind. Also waren wir erst noch essen, lustigerweise war dort ein Nepali Kellner, so dass sich Kilian super unterhalten konnte. Denn Hindi ist halt echt… ansders. Wir verstehen kein Wort und die Leute verstehen uns auch nicht. Um 23:10 nach indischer Zeit fuhr unser Zug los und wir hatten ja ein Glück Karten für die Sleeperclass, was eine sehr gute Entscheidung war. Liegen, auf denen man mit dem eigenen ackpackerrucksack lag und dazu noch mit sonem ekelhaften Plasttiklinoliumzeugs bezogen… Egal, man konnte schlafen. Um ca 07:30 morgens fuhren wir dann in Varanasi ein!
In Varanasi sind wir zusammen mit 2 Däninnen zum Guesthouse gefahren, mit einer Autorikscha. Selbstverständlich wurden wir erstmal zu anderen Guesthouses gebracht, da dort die Taxifahrer Provision kriegen. In unserem Wunschguesthouse waren allerdings nicht mehr genug Betten frei, so dass wir jetzt hier in einem anderen Guesthouse sind, 250R die Nacht für 3 Leute. Eigenes Bad und Dachrestaurant mit Hammerblick auf den Ganges! Nach dem Frühstück bin ich mit Kilian erstmal allein losgezogen, die Ghats entlang gelaufen (also am Ufer des ganges, die ganzen Treppen, die dort hineinführen und die Verbrennungssteellen entlang) und ziemlich vielen Leichen begegnet. Und diese Schweiß Hitze!!! Gott, ist das heiß! Googelt mal unser Wetter, dass muss ordentlich über 30°C liegen… Ich habs kaum ertragen, also hautmäßig und wir sind dann durch die schattigen Gassen zurückgelaufen.
Dann hab ich erstmal einen Teil dieses Blogeintrags geschrieben und hab geschlafen. Und geduscht natürlich.^^
Eben haben wir Abendbrot gegessen und morgen – mal sehen. es ist einfach scheiße heiß, wohl mittags bis 37°C…
Ich hab grad so mittelmäßige Laune: Haut scheiße, Laptop kaputt, Kamera kaputt – aber hey, ich bin in Varanasi!