5 Tage Panama

Schon seit 5 Tagen bin ich hier und finde Panama sehr schön, doch es haut mich jetzt auch nicht total vom Hocker. Allerdings habe ich jetzt auch nicht soll viel gesehen. Nach einer langen Zeit in Kathmandu mit Blick auf den Himalaya und einem Leben mitten im Nirgendwo in Island ist es auch nicht mehr so einfach.

Erst waren wir zwei Tage lang in Boquete, was im Westen des Landes liegt. Ein kleines süßes Örtchen, was alles hat, was man braucht. Sogar einiges mehr. Am ersten Tag, also Heiligabend, hatte unser Hostel ein Weihnachtsessen für alle Bewohner*innen organisiert, was wir uns natürlich nicht entgehen lassen nicht so wollten. Dies sollte um 23 Uhr stattfinden, da man in Panama erst um 22 Uhr zur Messe geht und dann um Mitternacht isst und richtig groß Party macht. Wie das Leben aber nun einmal so ist, kam alles anders und wir haben Weihnachten einfach mal verpennt. Danke Jetleg.

Am Tag darauf machten wir einen Ausflug zu ein paar kleinen Canyons, die als Badestelle genutzt werden. Wir hielten es wie die Panamaer*innen: am ersten Weihnachtsfeiertag hat man Spaß mit Alkohol. Daher also von 5 m hohen Klippen (Oli sagt 4 m) ins schmale aber tiefe Wasser gehüpft, zur Sicherheit im Schatten gelegen und erst Spaß mit Berliner Luft und später mit einheimischen Rum gehabt. Und ja, natürlich habe ich mir trotz Schatten einen Sonnenbrand zugezogen.

Am 26.12. ging es dann nach Santa Catalina, anderthalb Tage so richtiger Urlaub. Meine Fresse, was so ein Doppelzimmer kosten kann. Und richtiges Essen! Aber wann gönnt man sich sowas schon mal. Somit also Shrimps und Roter Schnapper im Restaurant zum Abendbrot, dazu ein Zimmer mit Klimaanlage. Das tat aber auch Not, es war ja soooo heiß. Aber auch wirklich sehr schön. Äußerst tropisch mit viel Strand, Palmen, Sonnne, gemäßigten Wellen (nicht viel vom angeblichen Surferparadies zu sehen) und einem Sternenhimmel! Ja, ich als lichtverschmutztes Stadtkind war von den Socken. Sterne können also wirklich funkeln! Und der Orion lag auf der Seite. Schön, dass er hier mal Pause machen kann 😉 Gibt es hier eigentlich andere Sternenbilder?

Nachdem wir in Santa Catalina genug Staudämme, Kleckerburgen und neue Flussläufe erbaut haben, sind wir nun zurück in Panama City um morgen nach Kolumbien zu fliegen. Yay, endlich wird alles billiger! 😉

Update: Diesen Beitrag lade ich gerade aus einem kolumbianischen Fernbus hoch. Für Bilder reicht das W-Lan aber nicht aus, diese folgen daher später.

Advertisements

Angekommen!

Da bin ich nun nach 36 Stunden in Boquete. Die Reise hierhin war lang, hat aber super geklappt.

Nach drei Stunden Schlaf dank einer kleinen Party bei meinem besten Freund, hat dieser mich morgens zum Flughafen gefahren. Erst flog ich nach Madrid (der Flughafen ist schön und hat Spielplätze!) und erst von dort aus nach Panama. Ich empfinde Panama ja als sehr angenehm. Hier zu reisen funktioniert ohne Probleme. Auch wenn man für die Linienbusse eigentlich so eine Karte, die man aufladen kann, haben muss, hat mich trotzdem ein netter Mensch auf seiner Karte mitgenommen. Diese Website zeigt einem den Weg vom Flughafen zu den Linienbussen, denn diese sind, damit der gemeine Touri doch bitte ein Taxi nimmt, nicht so einfach zu finden. Auch wenn ich einen der Busse, die für die Strecke ewig brauchen, genommen habe, habe ich es bis zur Albrook Mall geschafft. Der ganze Fernverkehr in Panama funktioniert über ein Bussystem und von dieser Mall fahren alle Busse ab. Ich wurde schon vorgewarnt, dass am 23.12. der krasseste Tag sein sollte, da da alle von Panama City nach Hause wollen. Ganz besonders in die Richtung, in die ich auch wollte. Und so kam es auch, drei ca. 50 m lange Schlangen an drei Verkaufsstellen für Busse in meine Richtung. Aber ich bin schwer begeistert: man steht hier einfach in der Reihe, ganz ruhig und alle können dran. Dank meines Spanischkurses in der Tú-También-Sprachschule konnte ich ohne Probleme meine Busfahrkarte und auch später noch ein Subway-Sandwich kaufen. Yay!
Der Nachtbus nach David nahm mich also mit, schlafen konnte ich jedoch kaum. In David habe ich mich keine Minute aufgehalten, da ich sofort den Bus nach Boquete erwischt habe. Die fahren nämlich immer dann los, wenn sie voll sind. Und ich war die letzte, die zustieg.

image

Jetzt bin ich da. Es ist warm, nieselt manchmal ein bisschen. Das Örtchen hat mir Oli schon gezeigt, alles sehr süß hier. Wir hatten zum Frühstück Pancakes, zum Mittag gab es einen Donut und ein sehr leckeres Fischgericht.