Wer sich nicht meldet, dem gehts gut^^

Tja, und nun melde ich mich mal wieder. Hat aber nicht nur den Grund, dass ein paar Probleme aufgetaucht sind, sondern auch, dass endlich mal wieder Strom da ist und ich die Zeit habe ins Inet zu gehen.

Meine letzten Tage waren sehr schoen, ich war zweimal bei einer Schamanin, aber einer anderen als damals. Dazu sind hier viele tolle Menschen, erstaunlich viele aus Deutschland momentan. Dazu lese ich viel und unteralte mich. Endlich so richtig Ferien.

Leider hab ich mir ne Erkaeltung eingefangen, da es nochmal kaelter geworden ist und man sich halt nie richtig aufwaermen kann. Nunja, in ein zwei Tagen sollte es mir wieder besser gehen. Dazu ist allerdings meine Krditkarte gerade nich auffindbar und das ist nun wirklich ein Problem. Sonntag  kann ich bei einer Bank nachfragen, ob ich die in ihrem Automaten hab stecken lassen und wenn nicht – naja, ich  werd mir schon helfen.^^

Soweit so gut. =)

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Tag 10 – endlich in Kathmandu!

Juhei meine Freunde. Es war eine beschwerliche Reise un eigentlich wollte ich ja noch ein bisschen auf Tour bleiben, abernun bin ich doch schon in Kathmandu. Und es ist ja sooooo schoen!

Ich war dann ja auf der Suche nach einem Shop, der mir ein Ticket verkaufen koennte. Hb ich nicht gefunden, aber 3 ca zehnjaehrige Jungs haben mich netterweise zum Buspark gebracht und nda konnte ih ein Ticket kaufen, fuer den Bus um 6 Uhr. Da war es gerade 1 Uhr^^ Naja, aber warten bin ich ja gewohnt. Also wartete ich. Wenigstens in einem ueberdachten Ding, da war wenigstens Schatten und die Luft nicht ganz so heiss.

Mein Bus fuhr also um 6 ab und sollte theoretisch 12 Stunden brauchen. Sogar Essen war inklusive, das gabs ca gegen halb 11. Sehr sehr lecker. Leider hab ich nicht viel geschlafen, da das Fenster links vorn von mir nicht hielt und immer wieder aufging. Ich war also meh damit beschaeftigt, das immerwieder zuumachen… Aber um 7 kam ich endlich an. So schoen, bekannte Strassen! Eigentlich wollte Subir mich abholen, aber der hats mitm Magen. Also umgeplant. Zuerst in mein altes Wohnviertel einen Chiya bei meiner Lieblings-Local-Garkuechen-Familie trinken. Und was muss ich da sehen? Deren Shop ist nicht mehr da?! Aber nur kurz gewundert, denn ich begenete der Frau dann auf der Strasse und sie zeigte mir deren neues restaurant, denn sie sind umgezogen. Erst vor einem Monat und das neue Ding ist riesig! Also m Vergleich zu vorher. und modern! Es hat echte Waende und Tische und Stuehle und kein Wellblech mehr! Und meinen Chiya hab ich sogarumsonst bekommen 😀 Und Krishna, deren Sohn, ist so gross geworden! Hach, war das schoen. Dann bin ich noch zu unserem ehemaligen Haus, dem Red Palace Of Khusibu gelaufen, hab ein paar Shopbesitzern Hallo gesagt und die Wurst, meine Lieblingshuendin begruesst. ❤
Dann bin ich zu Chhetrapati hochgelaufen und wollte mir ein Fahrrad ausleihen. Leider hatte der Shopbesitzer keine indischen Raeder mehr, weil die kaum einer haben will. Musste also ein Mountainbike nehmen, aber ich hab noch nen bequemeren Sattel und nen Gepaecktrager bekommen und nun bin ich zufrieden. Damit und mit meinem Treckingrucksack und meiner normalen Umhaengetasche hab ich gleich eine Runde um den rastnapark gedreht, scheint mal wieder irgendwas loszusein, zumindest war eien Seite gesperrt. Und kaum fahre ich zu meinen Ziel, der Freak Street rein, begegne ich Hanu! Was ein Spass! Also erstmal einen Tee trinken, dann besorgt er mir ein Zimmer in den Guesthouse, in das ich eh wollte und ich kann ertmal duschen. Und jetzt kommt das absolute Highlight: heisses Wasser! Echt jetzt! War das geil. Seife, Shampoo und heisses Wasser. Und dann auch noch ein Zimmer, was sogar recht sauber ist. Dann noch Kortison und mir gehts guuuuuut! 😀

Dann hab ich mich raus ins Organic Cafe gesetzt und wem begegne ich da? Anttu, einer Finnin, die ich shon von frueher kenne. Herrlich. Es ist echt schoen, wieder hier zu sein. Ausserdem sind die Temperaturen hier echt angenehm. Fast ein bisschen kalt im Schatten fuer nur Kurta.

Und gleich treffe ich John. 3 tolle Menschen an einem Tag.

Kathmandu, du bist so schoen! (Nepalganj ist ja mal eine so haessliche und dreckige Stadt…)

 

Tag Nummer… keine Ahnung, ich glaub, es ist Freitag

Ganz toll. Bin gestern extra frueh aufgestnden und stand mit Sack und Pack um 8 unten um einen Bus nach Nepalganj zu nehmen um noch vor Einbruh der Dunkelheit anzukommen, sind schliesslich 200 km. Dadoeng – der us faehrt nur eimal am Tag und das 5 Uhr Nachmittags. Also der Mensch meinte 5 Uhr, ich hoffte jetzt mal stark auf Nachmittag.

Also wartete ich. Und wartete. 9 Stunden.

Nachdem dann der Bus, in dem ich sass, doch nicht losfuhr, waru auch immer, musste ich in enen anderem umsteigen. Ein Glueck wurde mein Rucksack gleich aufs andere Dach verladen. Nunja, dieser zweite Bus war natuerlich schon ueberfuellt, und gerade stehen konnte ich in dem auch nicht. Juhei, 7 Stunden Fahrt im Stehen! So kams dann doch nicht, ein netter Nepali bot mir seine n PLatz an und da sagt man ja nicht nein. Ganz hinten, wo 5 Leute hinpassen, sassen wir dann also zu sechst. Ich muss mal ne Zeichnung machen, wie ich da dasass. Ein Glueck stiegen nach 3 Stunden viele aus, so dass ich dann mehr Platz bekam. Trotzem kamen wir dann um 23 Uhr irgendwo im nirgendwo an und der Busjunge meinte zu mir „bus change“. Aehm, okaz, es dunkel. Hier sind mit mir noch 4 andere Menschen und jetzt? Nicht, dass da ein anderer Bus war. Naja, da stellt man sich also an die Strase und wartet, das irgendwas vorbeigefahren koommt, was einen mitnimmt. Das dritte Fahrzeug, ne Art Jeep, nahm uns dann auch mit und brachte uns alle nach Nepalganj. Da kamen wir dann , alle anderen wussten natuelich wohin mit sich und ich, naja stand da. Jeep weg, Hotel verschlossen und Strasenhunde. Da sass aber noch ein Polizist rum, der zeigte mir dann noch ein Guesthouse, was zwar auch schon zu war, aber nach 3 Minuten Hundeblick machte der Besitzer das Rolltor doch nochmal fuer mich hoch. Wenigstens ein Bett fuer die Nacht.

Un heute morgen werde ich aus dem Bett geklopft, kriege aber netterweise Essen, shaffe nicht mal die Haelfte und stellte dann fest, dass mein Geld wohl kaum noch bis Kathmandu reichen wird. Also ATM suchen, schwitzen wie sonstwas, erster ATM zu, zweiter kaputt, dritter funktioniert. So, jetzt hab ich schonmal Geld. Nun ne Travelagency finden und Busticket nach Kathmandu buchen. Yay, kein Shop weit und breit zu sehen. Doch, nach ca 1 kmlaufen in der Hitze. Noe, wir verkaufen nur Flugtickets. Ja, nee, Sorry, 158 Dollar hab ich nun nicht so locker. Dann sah ich dieses Cybercafe. Und da bin ich nun. Gleich mach ich mich weiter auf die Suche. Will endlich in KTM ankommen. War zwar anders geplant, abe egal. Da ist naemlic John. Und da sind Menschen, die ich kenne. Und die Stadt kenne ich. Und da gibts saubere Hotels mit warmem Wasser.

Einsicht ist er erste Schritt zur Besserung, ne?
Lesons Learned:
Laura, deine Haut macht halt nicht alles mit. Akzeptiere es.
Die naechste Reise wird mit noch jemandem gemacht, dann muss man nicht immer alles allein machen. Ist dann einfach entspannter.
Und die naechste Reise wird mit einem grosseren Budget und besseren Hotels gemacht.

Erinnert mich wer daran, wnn ich mal ieder weg will? Danke.

So, ich mach mich jetzt auf den Weg irgendwie ein Busticket zu kriegen. Die Fahrt durfte so 16 Stunden oder so dauern. Mal sehen.

Tag 7

Ja, den haben wir heute.

Meine Fresse, schon eine Woche. Ich moechte kurz erwaehnen, dass es mir mit meiner haut beschissen geht. So, dann waer das auch mal gesagt. Kann sein, dass ich meine Plaene aendere und nicht mehr nach Cherrapunji fahre, was mich wirklich ankotzt.  So, Ende mit dem negativen Zeug.

Ich bin hier ja direkt zu Sivaratri angekommen, ich denke, dass deshalb die Nepalis (aufgrund des Alkohols) besonders „offen“ waren. „Do you want to involve with me?“ oder „I’ll show you the really nepali Nepali!“ oder 22:30 ein Klopfen an meiner Tuer und der Kerl kommt einfach mal in mein Zimmer rein und nunja. Ich bat ihn wieder hinaus. Schieben wirs auf den Alkohol. Naja, gestern Abend hab ich dem Herrn dann erzaehlt, dass ich verheiratet bin und dann hat auch noch netterweise Luise angerufen 😀 Uebrigens ist aktuell Max mein Ehemann^^

Gestern bin ich dann nur noch zum Schneider und hab den Stoff abgegeben und werde die fertige Kurta gleich abholen. Ausserdem hab ich noch zum ersten Mal Dhaal Bhat gegessen, lecker! Aber sauscharf… Hab, glaub ich, nen ganzen Liter Wasser dazu getrunken…

Heute war ich dann schon beim Arzt um mir mehr Cortisoncreme zu holen. Habe sogar noch Tabletten gegen den Juckreiz bekommen. Und dann wollte ich heute in den Naionalpark. Mit Fahrrad. Irgendwie wollte mir keiner der Fahrradshops hier ein Rad fuer nur einen Tag geben… Aber der Mensch von meinem Guesthouse war dann so nett, und hat mir einfach seins gegeben! 😀 Der Nationalpark an sich ist recht unspektakulaer, der Weg dahin uebers Land und durch die Felder vorbei an Bueffeln und kleinen Haeusern ist viel schoener. Ausserdem kam ich nicht sehr tief in den Park rein, da mich irgendwann die Waechter entdeckten und mich wieder auf den Aussenrumlauf-Weg befoerderten, da ich ja drinnen Elefanten begegnen koennte. Aehm ja, das will ich doch? Naja, nix mit Elefanten also, nur eine kleine Wildschweinfamilie.

Und jetzt bin ich wieder hier. Morgen frueh gehts nach Nepalganj. Das ist zumindest der Plan.

Tag 1 bis 6

Heyho nach Hause!

Es war eine abenteuerliche Reise bisher.

Kleine Anmerkungen:
1) Ich werde keine Bilder hochladen koennen, denn ich bezweifle, dass ich hier PCs mit SD-Karten-Leser finde.
2)Fuer falsche oder fehlende Buchstaben ein kleines sorry, ihr wollt nicht auf diesen Tastaturen hier tippen 😉
3) Wundert euch nicht, wenn Blgartikel vorzeitig enden – loadshedding gibt auch hier in den kleineren Staedten von Nepal.

Tag 1 – okay, nur der Flug

Maika und Sindy hatten mich noch zum Flughafen gebracht und schon war ich auf dem Weg. Ich kann es uebrigens nur jedem empfehlen mir erstens Turkish Airlines und zweitens ueber Instanbul zu fliegen, denn der Flughafen ist voll schoen (vier verschiedene Bodenbelaege!) und es gibt sehr leckeres Essen.
Planmaessig sollte ich um 04:00 Freitag landen, wirklich raus aus dem Flughafen war ich aber erst um 05:00. Da ich ja noch nicht wusste wohin mit mir und mein Bus nach Amritsar erst abends ging, hab ich mal den Deutschen hinter mir im Flieger gefragt,ob es denn am Fluhafen gleich eine Metrostation gaebe. Gab es zwar, aber der Herr (Igor, Bauingenieur, lebt seit 2010 sehr viel in Delhi) wollte mich dann nicht allein ins naechtliche Delhi lassen (ich haette ja noch gewartet, bis hell wuerde), und so nahm er mich in seinem Auto mit und besorgte mir ein fuer meine Verhaeltnisse eher teures Guesthouse. Naja, fuer ungefaehr 16 Euro konnte ich also neben Maesekoetteln duschen und schlafen.

Tag 2

Da ich netterweise erst 16:00 auschecken musste, nutzte ich das auch aus und schlief bis 15:00. Mit der Auto-Riksha zur nachsten Metrostation ud von dort aus zum Connought Place, dem einzigen Platz in Delhi, den ich noch einigermassen kannte.  Zur Sicherheit hab ich dann erstmal bei McDonalds gegessen, wollte meine Magen und Darm nicht gleich ueberfordern und hatte schliesslich eine naechtliche Busfahrt ohne Klo vor mir. Mc Spicy Paneer Wrap mit Pommes und Cola gabs. Naja… Nachdem, ich mir noch ein Buch gekauft hatte, lies ich mich von dem netten Sikh Bobi zum Red Fort abfahren, denn da sollte in 3 Stunden mein Bus anfahren und ich hatte nichts besseres vor.. Bobi war ein netter Kerl und gab sich sehr viel Muehe den genau richtigen Platz fuer mich zu finden. 🙂 Nach 3 Stunden Warterei also kam endlich mein Bus und mir wurde meine Schlafkoje zugewiesen. Das Kopfteil knarrzte sehr laut, unter meinem Polster lag eine Metallstange und der Bus war natuerlich nicht geheizt. Ich sag euch, die Naechte sind grad noch einfach nur arschkalt! Was waren das, 5 Grad?  Ich habe zumindest gefroren. Sehr. Konnte aber ein bisschen schlafen. Dank 2 Pullovern und geklauter Flugzeugdecke.

Tag 3

Um 9:00 anstatt geplant 06:40 erreichte der Bus Amritsar. Auf dem Weg dahin fuhren wir an Autohaeusern von Mercedes, VW, Hyundai und Skoda vorbei. Irgendwie strange. Beim Aussteigen bemerkte ich ein weisses Madel und fragte sie, ob wir vllt zusammen zum goldenen Tempel gehen wollen, falls die auch hin will. Es stellte sich heraus, dass sie, Lisa, mit Leo unterwegs war und die beiden deutsche Freiwillige in Delhi sind. Wie schoen! Wir machten uns also zu dritt auf die Suche nach dem goldenen Tempel und fanden auch die kostenlose Unterkunft. Sachen abgestellt und frisch geduscht gings nun Tempel-gucken, kostenloses Pilgeressen-verzehren und die Stimmung geniessen. Nachdem wir noch ein bisscen durch die Stadt geschlendert waren (und ich mir meinen Heiratsring gekauft hatte) nahmen wir uns ein shared-taxi zur indisch-pakistanischen Grenze um uns das tagtaegliche Spektakel dort anzusehen. Der Taxifahrer versicherte mir hoch und heilig, dass wir um 18:30 wieder zurueck sein wuerden und ich meinen Zug nach Moradabad um 18:45 kriegen sollte. Das wurde natuerlich knapper als knapp, um 18:47 erreichten wir in den Bahnhof und ich schaffte es tatsaechlich noch, in den schon anfahrenden Zug hineinzuspringen. Ha! Die ueberpatriotische Show an der Grenze war uebrigens sehr lustig, ich musste sehr viel lachen. Googelt das mal, wenn ihr Spass haben wollt!

Tag 4

Nach einer mal wieder recht kalten Nacht im Zug kam ich um 05:00 in Moradabad an. Keine sehr symphatische Stadt. Naja, nach 2 Chais zum Aufwaermen klapperten auch endlich meine Zaehne nicht mehr und ich machte mich – noch im Dunekln – auf die Suche, nach einem Laden, der mir ein Busticket Richtung nepalesische Grenze verkaufen konnte. Ich wurde aber nicht fuendig und so studierte ich nochmal meine paar Reisefuehrerkopien, die ich mitgenommen hatte. War auch keine wirklich passende dabei. Also wollte ich erstmal warten, bis es es hell wuerde um mich dann durchzufragen. Dazu kam es aber nicht mehr, Mayank sprach mich an. Inder (was eine Ueberraschung xD), 27, arbeitet in Delhi und fragte mich, ob er mir helfen koenne. Nach einer etwas laengeren Diskussion inklusive Chai und Omelette entschieden wir, dass ich erstmal mit ihm zu seinen Eltern fahren und er mich spaeter bis zur Grenze bringen wuerde. Gesagt getan. Nach ca 2 Stunden Busfahrt kamen wir also bei seiner Familie an, wurden natuerlich erstmal von seiner Mama verkoestigt und ich konnte  ein Bad nehmen. Fuer alle, die Indien noch nicht kennen: Ich rede nicht von einer Badewanne sondernvon einem Eimer mit warmen Wasser. Das war schoen! Spaeter entschieden wir, dass wir es wohl an diese tg ncht mehr bis zur Grenze schaffen wuerden, zumindest nicht so, dass die Bueros, bei denen ich mich ein und ausstempeln lassen muss, noch offen haetten. Also wollten wir bis Tanakpur, um dort in einem Guesthouse zu uebernachten und am naechsten Morgen zur Grenze zu fahren. Es kam allerdings eine Stunde lang kein passender Bus vorbei, also nahmen wir lieber einen nach Kashipur um dann dort wieder umzusteigen. In Kashipur warteten wir wieder eine Stunde bis ein bus nach Tanakpur kam, der war allerdings brechend voll. Also wirklich wirklich voll. 5 Stunden stehen? War mir egal, ich wollte nur weiter, was weiss ich, wann der naechste Bus kommen wuerde? Und dieser hier hatte schon anderthalbstunden Verspaetung gehabt. Also bin ich da rein und hab mich daher schnell mal von Mayank getrannt. Tu mir ja echt leid, aber… Naja. Auf dem Weg nach Tanakpur begegneten wir uebrigens einer Menge (ich rede von hunderten) Pilgern, die alle mit grossen bunten Dingern, die sie auf ihren Schultern trugen, bis zu 200 km zu einem besonderen Tempel pilgerten. Da am Tag darauf Shivaratri war, muss es wohl deshalb gewesen sein. In Tanakpur kam ich dann irgendwann gegen 20:00 an. Hab mal wieder nur ein teures Guesthouse gefunden, naja, die haben halt oft nur Doppelzimmer. Aber nach 2 Naechten nacheinander in Zuegen und Bussen war so ein bett, egal zu welchem Preis, wuuuuunderbar.

Tag 5

Um 9 aufgestanden – um 10 ausgecheckt – um 11 im Bus nach Banbasa. von dort aus mit der Fahrradriksha bis zur Grenze. Und nebenbei ein Hoch auf meine Outdoorkamera, die ist mir aus der Riksha gefallen und funktioniert immernoch praechtig 😀 Ja, so ein Teil ist das Richtige fuer Laura 😉
Das Grenz-Stempel-Ausfuell-Gehabe ist hier seeehr angenehm, hier kommen anscheinend sehr selten Weisse vorbei. Sowieso, seit Moradabad war ich eine wirkliche Attraktion. Aber es ist schoen, wieder in Nepal zu sein. Endlich kann ich mich einigermassen verstaendigen. Hab mir auch gleich nen ordentlichen Sonnenbrand zugezogen… Mein Zmmer hier im Guesthouse ist aber super, ganz oben, also an der Dachterasse. Nachdem ich das Zimmer dann erstmal gefagt und meine Klamotten und mich gewaschen hatte, gings auch gleich besser. Hatte mich sogar noch auf die Suche nach einem CyberCafe gemacht, aber dann war bald loadshedding….

Tag 6

Erstmal ordentlich ausgeschlafen. Und dann auf den Weg gemacht um 1. eine neue Kurta zu kaufen (ich brauch was mit langen Aermeln), 2. Sonnencreme zu kaufen und 3. ins Internet zu gehen und endlich ein paar Mails und diesen Blogeintrag zu schreiben.

Ich werde noch 2 weitere Naechte hierbleiben und mich dann auf den Weg in die naechste Stadt machen. Bis die Tage!

Mittwoch, 23.06.10, 20:34 – Uttpala, Nelisha und Kunal sind weg, ohne Abschied

Ich muss jetzt noch einmal auf Adoptionen eingehen, nachdem ich einige Artikel gelesen habe, die meine eigenen Erfahrungen belegt haben.

Ich schreibe mal eine Beispielgeschichte für ein Kind zusammen: Nehmen wir das Mädchen Kali (einfach nur Kali genannt, weil es so dunkel ist), was irgendwie in ein Waisenhaus kommt und adoptiert wird.

Kali wird in einem Dorf irgendwo in der Nähe des Kathmandutales geboren. Nun gibt es 4 Möglichkeiten, damit es in ein Waisenhaus kommt und adoptiert werden kann.
1. Entweder ist Kali Waise.
2. Oder Kali wird aufgrund dessen, dass sie ein Mädchen ist, mit 2-3 Tagen Alter vor einem Tempel abgelegt. Da wird sie gefunden, zur Polizei gebracht und von dort aus in eins der großen Waisenhäuser in Kathmandu weitergeleitet, höchstwahrscheinlich Bal Mandir.
3. Oder Kali wird bis zu einem Alter von ca. 4 Jahren im Dorf von ihren Eltern großgezogen, weil diese das Mädchen haben wollten. Es kommen Menschen in das Dorf, die den Eltern anbieten, Kali in Kathmandu eine gute Bildung zu ermöglichen. Die Eltern geben ihr Kind ab und unterschreiben einen Vetrag (möglicherweise sind die Eltern Analphabeten und können diesen Vertrag nicht verstehen), in dem sie zugestehen, dass Kali zur Adoption freigeben wird. Weiterhin kann es vorkommen, dass ihnen Kontakt zu ihrem Kind versprochen wird oder ihnen sogar Geld für ihr Kind gegeben wird. Kali wird mitgenommen.
4. Kali wird entführt.

In jedem Fall landet Kali in einem Waisenhaus, aus meinen Erfahrungen nehme ich hier mal Bal Mandir. Je nach Alter kommt es in einen von 3 Räumen, Säuglings-, Baby- oder Toddlersraum. An Nahrung (die vom Waisenhaus finanziert wird) erhält Kali das Nötigste, Spielzeug hat sie keins, Klamotten keine eigenen und Krankheiten viele und immer irgendwas, denn Hygiene ist nichts, worauf hier wertgelegt wird. Früchte und Milch zum Beispiel erhalten die Kinder mittags in der Toddlers School, diese wird aber von Freiwilligen oder anderen Spenden finanziert und gehören nicht zum Standardprogramm. Auch die Spielzeuge in der Toddlers School sind von ehemaligen Freiwilligen finanziert und stehen den Kindern nur 2 Stunden am Tag zur Verfügung.

Zeitgleich bemühen sich Paare in Industrieländern um Adoptionsrecht, durchlaufen viele Prozesse, zahlen Geld und hoffen auf eine Genehmigung. Haben sie diese, bewerben sie sich in diesem Fall in einem Entwicklungsland, Nepal also, schicken viele Briefe, Dokumente usw. hin und her und erhalten im besten Fall eine Zustimmung. Mit der Bewerbung dürfen sie Alter und Geschlecht des Wunschkindes angeben, das Waisenhaus erhält zudem noch detaillierte Informationen über deren Leben, Beruf, Vergangenheit, Zukunft, finanzielle Möglichkeiten usw. Nach diesen Informationen suchen zuständige Menschen passende Kinder für die Paare aus. So wird auch Kali ausgesucht, denn veilleicht ist Kali ja schon 3 oder 4 Jahre alt und nicht das hübscheste, aktivste Kind, sondern ein wenig verschlossen. Würden die zukünftigen Eltern einfach ins Waisenhaus kommen und sich ein Kind aussuchen, dann würden möglicherweise Kinder wie Kali gar nicht adoptiert werden, denn bekannterweise werden am liebsten kleine, hübsche Babys genommen. Kali wird einem Paar also zugewiesen, sie erhalten ein Foto per Mail und vielleicht noch ein paar mehr Informationen, sollte es die geben. Daraufhin reist das Paar nach Nepal, macht noch ein bisschen Papierkram und lernt Kali einen Tag bis maximal eine Woche kennen, bleibt vielleicht noch ein paar Wochen mehr in Nepal und nimmt sie mit. Und schon ist Kali in Italien oder Spanien oder sonstwo.

Nach meinen Erfahrungen sehen sich die meisten der Adoptiveltern als reiche Retter, die ein armes, verwahrlostes Kind aus einem Entwicklungsland holen. Sie beachten in den seltensten Fällen, dass das Kind auch schon davor ein Leben hatte und durchaus glücklich war, mütterliche Bezugspersonen hatte, Freunde, vielleicht sogar Geschwister. Auch denken sie kaum darüber nach, dass die Frauen im Waisenhaus sich schon sehr lange um dieses Kind kümmern, vielleicht schon seit den ersten Tagen nach der Geburt und dass sie dieses Kind wirklich lieben. Auch Freiwillige wie ich, werden oftmals vollständig übersehen, ein Abschied wird weder uns, noch den Didis, noch den Kindern ermöglicht. Man könnte zum Beispiel noch einmal eine Runde durch das Haus gehen, jedem Tschüß sagen, das mit dem eigenen Namen bedruckte T-Shirt aus der Toddlers School mitnehmen usw, doch so etwas geschieht nicht.

Eigentlich soll so eine Adoption „nur“  5.000 Dollar kosten, jedoch gehen Beträge is zu 30.000 Dollar über und unter den Tisch. Da kann man sich denken, wer profitiert und warum Kinder so ein gutes Geschäft sind. Im Klartext, es rechnet sich, Kinder aus Dörfern zu kaufen und weiter ins Ausland weiterzuverkaufen.

Im Jahr 2007 hat Nepal selbst Adoptionen ins Ausland aus Gründen von internationaler Kritik gestoppt, doch mittlerweile sind Adoptionen wieder möglich. Trotzdem haben einige Länder, wie die USA und Deutschland Adoptionen aus Nepal vorerst (Februar 2010) eingestellt, alles aus oben genannten bekannten Gründen.

Ich muss zu meiner eigenen Sicherheit noch anfügen, dass ich alle Informationen aus folgenden Artikeln und meinen eigenen Erfahrungen bei Bal Mandir habe. Die Bal Mandir-spezifischen Informationen sind natürlich nicht offiziell vom Management belegt, sondern stammen aus Berichten, Beobachtungen und Gesprächen.

http://www.welt.de/politik/article6608191/Skandal-um-Adoption-von-Kindern.html
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&view=article&id=4132:nepal-studie-weist-regelrechte-adoptionsindustrie-nach&catid=55&Itemid=50