Arctic Circle Conference

Am Wochenende vom 11.10. bis 14.10. war ich mit meinen Lieblingsmädels hier auf der Arctic Circle Conference in Reykjavik. Hier kamen Politiker_innen, Wirtschaftsmenschen und alle anderen Leute mit Interesse an der Arktis zusammen, denn diese verändert sich ja bereits jetzt durch die Klimaerwärmung stark.

Am Montag gabs einen netten Empfang im Kunstmuseum Reykjavik mit Häppchen, Musik und wichtigen Menschen. Einer meiner Mitbewohner hier hat sogar ein Bild mit Islands Präsidenten ergattern können.

An den folgenden Tagen gab es Vorträge, Vorträge und Reden in der Harpa zu hören. Architektonisch wirklich grandios, ich war begeistert! Den ersten Vormittag ging es in nahezu allen Vorträgen nur um Forschung in Sachen Klimaerwärmung, die sehr interessant anzuhören waren. Die weiteren Tage waren eher für Wirtschaft und Politik vorgesehen.

Aber hier ein paar zufällige Fakten, die mir noch einen Monat später im Gedächtnis geblieben sind.

  • Grönland verändert gerade seine Gesetze um Uran abbauen zu können.
  • Auch Südkorea möchte demnächst mehr auf Atomenergie setzten und diese ausbauen.
  • Die Arktis ist aktuell nur 2 Monate im Jahr soweit eisfrei, dass sie von Schiffen zwecks Transport genutzt werden kann. Im Jahr 2021 werden dies bereits 8 Monate sein.
  • Alle wollen ein Stückchen vom Arktiskuchen abhaben, und mit alle sind hier nicht nur arktische Staaten gemeint (auch Repräsentant_innen von Frankreich, China und anderen, auch vielen asiatischen, Staaten waren anwesend.)
  • Es gab, obwohl doch so viel über den Klimawandel gesprochen wurde, viele exotische Früchte wie Papaya und Melone zu Essen… Konsequent ist was anderes 😉

Es war eine tolle Konferenz, auf der ich viel lernen konnte, gerade, da ich ja über die Arktis kaum etwas weiß.

Roadtrip ahoi: Tag 1

Vor einigen Wochen bekam ich eine Nachricht mit der Frage, ob ich denn nicht auf einen Roadtrip um ganz Island herum Lust hätte. 3 Menschen, die ich noch aus Núpur + jemand, der noch ankommen sollte und ich. Da ich nur sehr kurze Bedenkzeit hatte, entschied ich mich innerhalb einer Stunde für: ja, und ich lass einmal Uni sausen! Ich! Schwänzen! Unglaublich!

Hier könnt ihr unsere Route nachvollziehen, wenn ihr wollt.

Am ersten Tag holten mich Markéta und David am Nachmittag in Bifröst ab. Die beiden leben in Akureyri im Norden und wir fuhren gegen den Uhrzeigersinn, daher konnten sie mich einfach auf dem Weg nach Reykjavik einsammeln.

Auf der ersten Strecke bis nach Reykjavik machten wir noch einen Abstecher zu den heißen Quellen hier bei mir im Gebiet und zu den Wasserfällen Hraunfossar und Barnafoss, die ich ja schon kannte. Die Quellen waren uns schon auf dem Roadtrip auf den Mond in Form von Dampf/Rauch überall aufgefallen, aber wir wussten nicht, was das war. In diesem Gebiet hier spudelt also 100°C heißes Wasser an die Oberfläche. Das heiße Wasser bringt viel Schwefel mit, es stinkt also wirklich grässlich nach faulen Eiern, wenn der Dampf in die falsche Richtung weht. Dieses heiße Wasser wird über Rohrleitungen bis nach Borgarnes und Akranes transportiert und genutzt.
Es war auch sehr schön die Wasserfälle nochmal eine Woche später zu sehen, da sich die Natur sehr Richtung Herbst verändert hatte und das Grün einer Mischung aus Gelb, Braun und Orange gewichen war. Ich bin so verliebt in den Herbst.

In Reykjavik fuhren wir gleich weiter zum Flughafen um Markétas Freund abzuholen, danach wurde ich in Reykjavik bei der Uni ausgesetzt und die drei fuhren zu unserem letzten Fahrgemeinschaftsmitglied und übernachteten da. Ich durfte bei Evelyn, einer anderen Bekannten aus Núpur, im Studentenwohnheim schlafen. Die Wohnheime hier sind fancy! Sehr modern; sauber, klar und schön eingerichtet und gut ausgestattet. Ich hab mich sehr wohlgefühlt.