Karlstad: Auch süß

Nach Karlstad wollte ich trampen – das erste Mal auf dieser Reise. Dank dem hitchwiki wusste ich von einer guten Stelle um loszutrampen, auch wenn es ein wenig kompliziert war hinzukommen (Tram, Schienenersatzverkehr und eine halbe Stunde laufen). Innerhalb von 15 Minuten hielten drei Menschen an, aber erst der letzte fuhr bis nach Karlstad durch. Bei dem fuhr ich dann mit, auch wenn es mit der Zeit echt merkwürdig wurde. Nach der Hälfte der Strecke machte der Herr sich erstmal einen Joint an und meinte mir zu erklären, dass normale Zigaretten ja viel schlimmer seien (auch beim Autofahren). Ähm, ja sicher… Nunja, da er diese Tour aber jedes Wochenende fuhr und augenscheinlich noch lebte, wollte ich nun auch nicht mitten auf der Autobahn aussteigen. Als dann allerdings noch die creepige Frage kam, ob ich ihn nicht gerne küssen möchte, freute ich mich umso mehr auf die Ankunft. Aber eigentlich finde ich das ja sehr gut, wenn man vorher nachfragt. Sollte ich mir für westliche Länder doch auch noch einen Fake-Ehering zulegen?

Schlafen durfte ich die Nacht im Haus des Vaters des Freundes einer Freundin, die ich in Island kennengelernt hatte. Wir haben uns am Abend am Wasser noch eine Chinapfanne für läppische 8 Euro gegönnt und den Abend auf dem Sofa mit dem Bourne-Ultimatum ausklingen lassen.
An Tag darauf habe ich Karstad wie immer auf dem Rad erkundigt und die meiste Zeit im Stadtpark verbracht, der einen wundervollen Naturwanderweg und -steg hat.

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Um Bifröst herum: Spaziergang 5 – auf den großen Grábrók

An einem Nachmittag machten wir uns – ich in diesem Fall das erste mal – auf den Grábrók hinauf. Den kleinen hatte ich ja schon einmal „erklommen“, aber auf dem großen war ich noch nicht. Das Vulkansystem hier ist immer noch aktiv, so dass wir hoffen, vielleicht noch diesem Winter Dampf aus dem großen Krater aufsteigen sehen zu können.

Der große Grábrók ist mit Stufen aufgestattet, so dass man einfacher auf ihn herauf kommt. Auf unserem Rückweg, auf der anderen Seite als wir gekommen waren, kamen uns sogar Tourist_innen entgegen! So viele Menschen auf einmal! Das ist man hier ja gar nicht mehr gewohnt. Mehr als 30 Menschen begegne ich am Tag selten.

erster Schnee am 9. Oktober

Ich lag noch im Bett, als ich durch Facebook und Fotos von Freunden in Reykjavik feststellte, dass es dort geschneit hatte. Bifröst ist jetzt ja nun nicht so weit weg und als mein Hirn anfing zu arbeiten, kam ich auch auf die Idee aus meinem Fenster zu gucken. Und da war er: Schnee!

Also sofort für einen Spaziergang fertiggemacht und danach noch einen Schneemann gebaut. <– einmal klicken, leider zeigt der Blog GIFs nicht so gut an…